Sonntag, 19. November 2017

Vom Surfer zum Chemifäger bis ins Flugzeug

Der heutige Blog etwas später, dafür grad eineinhalb Tage in einem (sorry für den Roman)


Am Samstag Morgen wollte Julien unbedingt nochmal surfen, für mich kein Problem. Jedoch ist er ja gestern auf sein Hangelenk gefallen und die Schmerzen sind über Nacht stärker geworden... er überlegt lange hin und her, entscheidet sich aber dann, es trotzdem mal zu probieren. Ich stehe auch auf und fange an meine Tasche zu packen und das Apartement echli aufzuräumen. Etwa eine Stunde später steht Julien wieder vor der Tür. Er konnte im Auto kaum die Schaltung bedienen, also hat er es sein lassen. Braves Kind! Wir räumen noch fertig auf und verlassen dann pünktlich unser Apartement. Wir steuern als erstes (wie immer) den Skatepark an, essen etwas Kleines und geniessen die letzten Stunden im schönen Ericeira. Dann machen wir uns auf den Weg nach Lissabon. Ich bin nicht gerade gut gelaunt, denn ich habe keine grosse Lust, Portugal schon zu verlassen. Die Fahrt durch Lissabon ist eine Herausvorderung. Das Navi weiss nicht wirklich was es will, es hat hönnen viele Autos und der Verkehr ist müehsam. Endlich bei unserem Hotel angekommen parken wir das Auto in irgendeiner Seitengasse. Wir wollen zuerst mal schauen, wo genau unser Hotel ist. Von Aussen sieht es nicht gerade toll aus, aber von drinnen ist es voll OK. Wir checken ein und gehen in unser Zimmer. Es ist im dritten Stock und es hat sogar einen Lift... also ja, „Lift“ eine kleine Klapperkammer die hoch- und runterfährt, wer weiss wie lange noch. Unser Zimmer ist sehr einfach. Ein Bett, ein kleiner Schrank, ein Badezimmer. Für eine Nacht passt das schon. Wir holen unser Gepäck aus dem Auto und packen zwischen heruntergekommenen Fassaden die letzten Sachen in die Surfbag. Wieder zurück im Hotel muss ich erstmal noch mein Sandwich mampfen, was ich mir im Apartement noch mit den Resten zusammengebastelt habe. Dann gehen wir auch schon los, echli ga Lissabon aaluege. Fragt mich nicht wo wir genau waren, ich habe keine Ahnung! Wir schlendern einfach echli durch die überfüllten Gassen. Julien will unbedingt heisse Marroni kaufen, also kaufen wir heisse Marroni. Er fängt an zu mampfen, bis er auf ein Marroni stösst, was entweder vergammelt, oder zu lang gebraten wurde. Es zerfällt in seinen Fingern und hinterlässt einen schwarzen Film auf seiner Haut. Er sagt ironisch: „was bisch de du vo Bruef? Chemifäger u du?“ ich muss lachen (die Marroni waren übrigens nicht so toll). Wir schlendern weiter und setzen uns dann mal in eine Bar, wo wir’s grad zur Happy Hour preichen. Wir schlürfen unsere Cocktails und machen uns dann auf den Weg, etwas zum Essen zu suchen. In der Hauptgasse hat es viele Restaurants, aber das sind Turifallen und Julien will da nicht essen. Also gehen wir weiter und weiter. Wir kommen an ein Restaurant was sehr edel, aber gut aussieht. Wir setzten uns und bekommen die Karte. Da kann ich genau gar nichts essen (ja i bi heiku!). Meine Laune hat sich nicht verbessert, und geht jetzt noch mehr bergab. Ich trinke nur etwas und Julien isst eine kleine Vorspeise. Dann gehen wir weiter. Aber weit und breit ist kein wirkliches Restaurant zu finden. Nur so Bar‘s und Imbissbuden. Wir laufen planlos dur verlassene Strassen und müssen langsam feststellen, dass wir so nichts finden. Wir gehen also zurück in unser Hotel und machen uns per Tripadvisor schlau. Ich finde ein indisches Restaurant in der Nähe und wir machen uns gleich auf den Weg dorthin. Eine gute Entscheidung. Es ist ein sehr kleines Restaurant, mit etwa 5-7 Tischen, mega freundlicher Bedienung und super Essen! Kann ich also nur empfehlen (es heisst Leo). Als wir satt sind gehen wir zurück ins Hotel. Es ist schon spät und wir müssen früh auf... Also ab in‘s Bett.

Sonntag Morgen, 3:00 der Wecker läutet und wir kämpfen uns mühsam aus dem Bett. Läk isch ds früeh! Wir haben nur 3 Stunden geschlafen. Tasche packen, auschecken und ab zum Auto. Es steht sogar noch da und keiner hat die Scheibe eingeschlagen (ja davor hatte ich wirklich Angst). Wir laden ein und fahren mit Navi los. Also exgüse, aber das Navi ist besch***!! Wir haben keinen blassen Schimmer was die will. Egal, wir fahren mal. Auf dem Weg noch schnell tanken und dann ab zum Flughafen. Wir finden mit etwas Mühe die Autoabgabe und suchen dann das Check-in. Wer schon mal von Lissabon aus mit easyjet geflogen ist der weiss, um zum Terminal zu kommen muss man einen Bus nehmen (so dumm!). Beim Terminal schnell die Surfbag einchecken und dann ab zu den Gates. Julien will unbedingt sein Joghurt mitschmuggeln, aber leider wird es in der Sicherheitskontrolle eliminiert *traurig guck*.

Nun sitzen wir im Flüger zurück in die 2C kalte Schweiz. Jap, ich habe auf gut Berndeutsch gesagt richtig dr Aaschiss!

Ich hoffe, die nächste Reise lässt nicht lange auf sich warten (spätestens im April, denn da fliege ich nähmlich nach Australien für 2 Monate, juhuu)

Wo es mich sonst so hinverschlägt?

Wir werden seh‘n ihr werdet lesen!


(P.s. Mersi fürs mitlesen, macht immer riesen Freude zu wissen, dass jemand meine Reisen begleitet!)

In dieser Gasse steht unser Auto...

Das ist unser Hotel von aussen

Voilà, unser Zimmer

Die Strassen von Lissabon

Noch hurti einen Cocktail schlürfen


Freitag, 17. November 2017

Aufgeben ist keine Option

Heute gegen 10 Uhr kommt Julien von seinem morgentlichen Surf zurück und wir machen uns auf in den Skateparkt, um etwas zu frühstücken. Wir essen und schauen wieder den Skatern in der Bowl zu. Dann gehen wir noch selber runter und Julien (der unermüdlich scheint) dreht seine Runden. Ich kann fast nicht zuschauen, wenn er da so über die Kanten ausgumpet. Als er doch etwas müde und noch auf sein Handglänk gefallen ist gehen wir los um zu surfen. Wir fahren zum Spot Ribeira. Es hat nicht viele Wellen, aber für so einen afternoon Surf reicht‘s allemal. Wir mieten für mich ein Brett, diesmal ein etwas grösseres, breiteres und dickeres. Mit dem sollte ich einige Wellen erwischen. Nun in den Wetsuit zwängen und los geht‘s (klappt immer besser, aber geng noch müehsam). Wir kommen ohne grössere Probleme raus, denn das Meer ist eher ruhig. Ich paddle einige Wellen an, aber sie sind zu klein. Naja, warten wir halt und dümpeln da echli vor uns hin. Eine andere Surferin quatscht uns an, sie ist von Österreich und macht ein Praktikum in Lissabon. Sie sagt, sie hätte seit zwei Wochen endlich mal wieder eine Welle verwütsch. Das beruhigt mich. Man muss also nicht immer Erfolg haben. Wir paddeln noch echli weiter nach links, dort wo die Anfänger die ersten Wellen surfen. Ich habe wenig Erfolg, denn immer wenn ich denke, das ist eine, ist vor mir schon ein Anderer und ich breche ab (ha schiss dasi dä überfahre). Oder ich habe zu viel Vorlage und lande kopfvoran im Wasser und werde gewöschmaschienelet. Es wird langsam kühl. Wir haben sowiso das Gefühl, dass das Wasser heute irgendwie kälter ist. Julien ist plötzlich spurlos verschwunden. Ich glaube er hat eine Welle erwisch und ist bis an den Strand. Ich sitze also da ganz allein zwischen all den anderen Surfer und bin echli verloren... hinter mir kommt eine Welle, aber sie wird erst nach mir brechen. In der Welle sind aber tausende etwa handflächengrosse Fische, uiuiui igitt. Ich habe ja sonst kein Problem mit Fischen, aber die grad so klar zu sehen, macht mich doch echli nervös. Ich lasse die Welle an mit vorbei und paddle wieder echli. Jetzt sehe ich im Wasser einen etwa 1m langen Fisch, oder 2, 3 kleinere. Auf jeden Fall ein grosser dunkler Fleck der sich bewegt! Uuuiiih... das passt mir gar nicht. Ich suche immernoch nach Julien, finde ihn aber nicht und mir wird langsam mulmig. Zudem ist es jetzt echt kalt und ich zittere am ganzen Körper. Ich lasse mich also mit der nächsten Welle mittragen und probiere doch nochmal aufzustehen, werde aber verspühlt. Egal. Wieder und wieder versuche ich, mit dem Weisswasser an den Strand zu kommen. Die letzte Welle kommt, nimmt mich mit und ich kann tatsächlich für 2 Sekunden aufstehen. Ha! Verliere aber durch meine Überraschung schnell wider das Gleichgewicht und werde vom Brett geworfen. Dafür bin ich jetzt am Strand und sekle ganz schnell aus dem Wasser, denn sonst holen mich die Wellen ein und schmeissen mich wieder um (ja das ist auch schon vorgekommen, eher weniger lustig). Ich lege mein Brätt in den Sand und halte nach Julien Ausschau. Keine Spur von ihm. Weil mir jetzt richtig richtig kalt ist, entschliesse ich mich, halt ohne ihn zum Auto zu gehen. Ich stelle mich mit samt Brett unter die Dusche und befreie mich vom Sand und Salzwasser. Gerade als ich mit meinem Brett auf dem Kopf (ist zu breit fürs unter den Arm klemmen) ruft von hinten Julien. Hallelujah, er lebt! Wir bringen mein Brett zurück und ziehen uns beim Auto um. Ich komme sogar ohne Problem aus meinem Wetsuit. Naja, müehsam ist es trotzdem noch, aber wenigsten versteift mein Nacken nicht und ich reisse mir keine 100 Haare aus. Wir steigen ins Auto und fahren wieder zum Skatepark. Dort wärmen wir uns bei einem Tee echli auf und schauen den Sonnenuntergang. Dann machen wir uns wieder auf den Heimweg. Es ist erst etwa halb 7 und wir müssen noch bis ca. 8 Uhr ausharren, bevor wir essen können. Also pfüselen wir eine Runde. Um halb 9 machen wir uns auf den Weg zum Inder. Ich bestelle wieder Poulet und Julien irgendein Curry was auf der Karte drei Chillischoten hat. Zu Juliens Enttäuschung ist es aber ganz und gar nicht scharf. Viel passiert nicht mehr. Julien schläft auf dem Heimweg fast im Stehen ein und ich habe viel zu viel Energie (ausnahmsweise ist es heute mal umgekehrt)! Im Apartement schlüpft Julien schnell ins Bett und schläft sofort ein. Und ich liege neben ihm und schreibe meinen Blog.

Morgen um 12:00 müssen wir das Apartement verlassen. Wir fahren nach Lissabon, weil wir am Sonntag morgen so früh (6:10 Uhr) aufs Flugi müssen. Ein Hotel haben wir schon, also haben wir noch genug Zeit, echli Lissabon zu erkunden. Wenn ich daran denke, was mich in der Schweiz für Wetter erwartet, schnäggelet es mich also scho echli an, von hier fort zu müssen. Aber, die Realität ruft!

Ob morgen auf unserer Reise alles gut geht?

Wir werden seh‘n ihr werdet lesen

Diese Statue steht oben am Surfspot Ribeira

Ribeira von Oben, wir waren aber weiter rechts (am Strand und nicht in den Flesen)

Heute Mittag war‘s riiichtig schön heiss an der Sonne (ja ich sehe müde aus)

Der herzige Julien lässt den Tag bei einem Bierli ausklingen (ich bin gefahren)


Donnerstag, 16. November 2017

„Ich gebe auf“ - komplette Frustration

Wie gestern ist Julien heute ganz früh raus. Er war vor Sonnenaufgang im Wasser und es war gerade mal 4 Grad!! Alter Schwede, das hätte ich niemals mitgemacht! Ich habe ausgeschlafen und den Morgen wieder auf dem Balkon an der Sonne verbracht. Als Julien zurück kommt beschliessen wir, gar nicht zu lange zu warten und am Nachmittag nochmal ins Wasser zu gehen. Ich habe jetzt das reparierte Brätt, keine Ahnung ob das was wird. Wir machen uns also schon bald mal wieder auf den Weg nach Foz do Lizandro, erst mal schauen wie‘s aussieht.. angenehm, aber keine Menschenseele im Wasser. Also mal weiter nach São Julião. Dort stehen zwar hönnen viel Autos, aber im Wasser ist auch hier niemand. Ob das einen Grund hat? Keine Ahnung! Wir gehen wieder zurück nach Foz do Lizandro, dort hat‘s gäbiger ausgesehen. Also los, zwängen wir uns wieder in den Wetsuit, klemmen das Brett unter die Arme und gehen los. Wir stürzen uns ins Wasser und müssen schnell merken, dass wir abgetrieben werden. Eigentlich nicht weiter schlimm. Für mich ist es wieder ein hueren Kampf raus zu kommen und ich schaffe es auch nicht wirklich. Julien meint, wir sollen nochmal raus und es nochmal weiter links probieren. Also gut. Als ich mich endlich wieder an den Strand gekämpft habe, ist Julien noch im Wasser und paddelt weiter. Tja, dann bin ich wohl jetzt auf mich allein gestellt. Ich stürze mich wieder in die Wellen, aber so richtig vorwärts komme ich nicht. Ich wende aber ein neue Methode an. „The turtle“ wenn also eine Welle kommt, bei der ich nicht einfach obendrüber paddeln kann (weil sie schon gebrochen ist) drehe ich mich samt dem Brett und klammere mich unter der Wasseroberfläche am Brett fest! Funktioniert gar nicht mal so schlecht, aber bis ich wieder Orientierung habe und wieder auf dem Brett liege, kommt schon die nächste Welle. Irgendwann gebe ich auf! Ich will wieder zurück an den Strand, aber die Strömung wehrt sich gegen mich. Da ich sowieso keine Kraft habe, zu paddeln, versuche ich mich einfach mit den Wellen an den Strand spühlen zu lassen. Klappt so einigermassen, nach dem 20igsten Versuch. Völlig erschöpft kämpfe ich mich aus den Wellen, Julien steht schon draussen. Er will aber, dass wir‘s nochmal versuchen. Also gut, wenn‘s denn sein muss... wieder rein und paddeln. Evtl. Können wir Weisswassersurfen, probieren wir gleich mal. Rhea paddelt die Welle an, sie nimmt mich mit und wirft mich unsanft vorneüber. Es brätscht u kracht und ich habe keine Ahnung mehr wo ich bin. Ich tauche auf, will Luft holen und voilà, grad etwa 10 Liter Wasser gschlückt! Ich kämpfe mich auf mein Brett, um zu verschnaufen. Mir ist jetzt schon schlächt vom Meerwasser und diesem Gewöschmaschienele. Ich probiere es aber trotzdem nochmal und diesmal nimmt mich die Welle schön mit, kann aber trotzdem nicht aufstehen. Ich schaff‘ das! Wieder etwas nach draussen und die nächste Welle nehmen. (Ich muss kurz anmerken, dass das „rauskommen“ ein hueren Chnorz ist, denn man muss immerwieder unter Wellen durchtauchen, den Turtle machen oder sich verspühlen lassen) Draussen paddle ich wieder eine Welle an, aber auch diese hat zu viel Wucht und brätscht mich gemeinerweise unter Wasser, wo ich wieder gewöschmaschienelt werde und weitere 20 Liter Meerwasser schlucke! Gopf iz hani de ke Lust meh!! Frustriert will ich wieder den Rückweg an den Strand antreten, ha ha! Denkste! Ich lasse mich von einer Welle mitnehmen, verliere die Kontrolle und klammere mich einfach am Brett fest, grosser fehler! Es wirft mich samt Brett von Oben etwa 2 Meter auf den Grund, versuche mich noch abzustützen, damit das Brett nicht auf den Sand kracht. Meine Hand dankt es mir nicht und das Brett auch nicht (ist aber nicht weiter schlimm gewesen). I wott nümm, iz isch fertig! Den Tränen nah setze ich mich in den Sand und muss mich konzentrieren, dass das ganze Salzwasser nicht wieder den Weg da raus findet, wo es reingekommen ist. Läk isch mir schlächt! Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich denke, surfen ist wohl doch nichts für mich! Frustriert stapfe ich mit Julien zu unseren Sachen und dann zu unserem Auto. Jetzt noch aus diesem sch*** Wetsuit raus! 100 Haare weniger und einen versteiften Nacken später, habe ich mich mit Mühe und Not aus dem Teil befreit! Nei, ds isch nüt für mi, definitiv nid! Nope, nie mehr! Julien zeigt wenig Mitleid „ds isch haut öppis wo me mues üebe, ds cha me nid eifach so!“. Das hilft mir jetzt auch nicht! Mein Ego ist im Keller und ich will einfach nur noch weg vom Meer!

Wir fahren zum Skatepark um etwas zu trinken und zu essen. Ich habe mich von meinem Frust schon etwas erholt. Im Skatepark hat es viele Leute, schon fast Pro‘s. Kleine Kinder die diese Absätze und Rampen auf und ab fahren, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Wow! Ich bin absolut beeindruckt! Das will ich auch können! Julien will runter, aber ich muss zuerst etwas essen. Ich werde gnietig wenn ich Hunger habe! Eigentlich will ich auch runter, aber der Hunger siegt und ich mampfe ein viel zu grosses Panini mit Schinken und Käse! Toll, jetzt ist mir wieder schlecht! Und müde bin ich auch! Und eigentlich ist sowiso grad alles blöd! I wott hei. Zurück im Apartement lege ich mich erst mal hin und versuche meine Frust zu bewältigen. Ich habe neue Motivation, das Skaten auszuprobieren und morgen doch nochmal einen Versuch beim Surfen zu starten. Aber mit einem grossen Brett!

Schon bald müssen wir Ericeira wieder verlassen, darum müssen wir noch alles raushole was noch drinliegt!

Keine Ahnung was der morgige Tag bringt, hoffentlich etwas Besseres als der heutige!

Wir werden seh‘n, ihr werdet lesen!

Wollte eigentlich ein Video vom Skatepark einfügen, geht aber nicht vom Handy aus.... deshalb: hier ein Foto vom heutigen Sonnenuntergang (mal wieder)


Mittwoch, 15. November 2017

Ein eher unproduktiver Tag (jedenfalls für mich)

Wie gestern schon erwähnt, bin ich heute im Bett geblieben. Julien war gestern Abend noch so überdreht, dass er mich schissig gemacht hat und erst um 2 Uhr schlafen konnte. Darum ist er heute auch nur schwer aus dem Bett gekommen. Während er surfen ging, habe ich den Tag auf dem Balkon an der Sonne genossen. Als er so gegen Mittag wieder zurück kommt überrede ich ihn, mit mir ins Dorf zu gehen und eine Sonnencreme zu kaufen. Denn wenn ich nochmal so einen Tag (was morgen wieder der Fall sein wird) verbinge, dankt mir das meine Haut ganz bestimmt nicht. Also los. Wir schlendern durch die Gassen un gehen in den erstbesten Supermercado. Die haben aber tatsächlich keine Sonnencreme, wow! Also wieder raus. Wir wollen etwas essen, also suchen wir uns ein kleines Resti was uns passt (und was offen hat, denn die haben da alle Siesta). Unten am Meer hat es ein par Kafis, die auch Essen anbieten. Wir setzten uns hin, bestellen etwas zu Trinken und verlangen die Karte. Wir entscheiden uns für ein Toast mit Käse (Julien noch mit Tomaten). Es geht eeeewig bis wir bestellen können und dann nochmal eewig bis das Essen kommt. Andere wären schon längst verhungert. Wir mampfen unser Toast und müssen aber gleich wieder gehen, denn wir können ENDLICH das Brett aus der Reparatur holen! Julien meint aber, dass dieses Brett vielleicht nicht gerade geeignet ist für einen Anfänger wie mich, deshalb muss ich schauen, ob ich nicht nochmal eins mieten will (entscheide ich kurzfristig). Wir machen uns also auf den Weg, zurück zum Apartement und steigen ins Auto, ich fahre. Bei der Semente Shaperei (dort wo auch das Brett her ist) angekommen, weiss der Typ schon wer wir sind. Er holt das Brett, kassiert ein und bedankt sich. Wir wollen aber noch eine Quittung, damit wir es bei Easyjet zurückverlangen können. Er spricht sehr schlecht Englisch, weiss aber, worum es geht. Plötzlich kommt eine junge Frau und fragt, ob wir eine Quittung oder ein .... (keine Ahnung mehr was sie gesagt hat) wollen. Eifach e normali Quittig, was z’angere mit dr Tax Number oder was weis ig isch, bruchemer nid! Ich erkläre ihr kurz, dass es um easyjet geht und sie zieht nur die Augenbrauen hoch. Wir hätten schlechte Chancen, bei denen etwas zurück zu bekommen. Probiere cha mes ja mau! Eine halbe Ewigkeit später kommt der Typ mit der Quittung. Mersi u Ade! Wir gehen und steuern Pedra Branca an, wo wir den Sonnenuntergang schauen wollen. Dort angekommen sind einige Surfer im Wasser, die wohl von da aus den Sonnenuntergang schauen, denn Wellen zum Surfen sind keine zu sehen. Wir sitzen also da und schauen der Sonne zu, wie sie langsam im Meer versinkt, hönnen schön hee! Dann machen wir uns wieder auf den Heimweg. Hunger haben wir noch absolut keinen und darum wollen wir spontan schauen. Wir machen noch kurz halt bei einem Supermarkt, um endlich meine Sonnencreme zu kaufen. Wir werden auch fündig und kaufen noch lauter andere unnötige Sachen. Zurück im Apartement läuft nicht mehr viel, wir sind weder hungrig, noch haben wir Lust, etwas zu unternehmen. Also bleiben wir einfach da, surfen im Internet und hören Musik. Das war‘s auch schon!

Julien will morgen wieder früh raus und ich werde wieder ausschlafen und die Sonne geniessen, juhu! Wie der Titel schon sagt, heute war kein besonderer Tag. Julien schläft übrigens schon! Ob morgen mehr läuft?

Wir werden seh‘n, ihr werdet lesen

Nur wir, sehr unspektakulär

Eher spektakulär, schönes Pedra Branca


Dienstag, 14. November 2017

Wasser (viel Wasser), endlich!!

Heute sind wir, etwas später als gewollt, voller Motivation (also Julien, ich eher weniger) aufgestanden. Schnell zmörgelen und dann ab ins Wasser! Ab heute kommen die Wellen! Juhu! Wir fahren direkt nach São Julião und tatsächlich, die Wellen sind der Wahnsinn! Also ab in den Wetsuit, Surfrett unter den Arm und los geht‘s. Ich habe mir extra einen eigenen Wetusit gekauft, er ist Zipfree, also ohne Reissverschluss. Ihr könnt euch also vorstellen was das für ein Gchnorz war, ABER ich habe es geschafft! Am Strand ist mir das Ganze schon nicht mehr so geheuer... es sind nur „Profis“ im Wasser und es sieht nicht gerade einfach aus. Julien ist natürlich schon im Wasser, während ich noch mit mir kämpfe. Ich traue mich aber dann doch noch, ohne Erfolg. Ich habe keine Chance die Wellen zu bewältigen um nach draussen zu paddeln. Nach einiger Zeit muss ich leider aufgeben... ich stehe völlig verloren am Strand und komme mir echli blöd vor neben all den Pro‘s die da im Wasser dümpeln. Plötzlich steht einer neben mir und sagt in perfektem Schweizerdeutsch „viellech muesches meh ir Mitti probiere“. Ich erkläre ihm etwas beschämt, dass ich eine blutige Anfängerin bin und doch etwas Respekt vor den Wellen habe. „Jaa, es het haut würk scho grad e gueti Grössi, viu Erfoug trotzdäm!“ mersi... Enttäuscht setze ich mich in den Sand und schaue den anderen Surfern zu, wie sie ohne Mühe, eine Welle nach der Anderen surfen. Da sind zwei Frauen, die es brutal im Griff haben, wirklich unglaublich! I wett oh so chönne surfe!! Ich sehe Julien etwas weiter links, wie er da auf seinem Surfbrett sitzt. Die Wellen brechen viel weiter rechts, aber er bleibt stur an seinem Platz. Ich frage mich, wie lange er wohl noch da draussen umendümpeln will, denn neben ihm kommt eine Well nach der Anderen und jede wird gesurft (meistens von einer der zwei Girls). Zum Glück ist es nicht so kalt. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt auch Julien aus dem Wasser. Auch er hat sich nicht getraut, sich unter die Profis zu mischen, und vielleicht sogar einem davon den surf zu klauen. Also begeben wir uns wieder zum Auto und entscheiden uns dafür, noch Halt beim Foz do Lizandro zu machen. Zuerst trinken wir aber noch etwas in der Bar. Da kommt die Profisurferin... läk isch das e Maschiene! Krass! Wir fragen uns, woher sie wohl ist und tippen auf Australien oder aus der USA. Ich bin richtig beeindruckt! Bei Foz do Lizandro angekommen sieht das Ganze schon sehr viel angenehmer aus. Es hat Surfschulen, was immer ein gutes Zeichen ist und die Wellen sind auch etwas kleiner. Also los! Wir stürzen uns in die Wellen und paddeln, bis wir fast keine Kraft mehr haben. Ich habe es tatsächlich aus dem Weisswasser rausgeschafft und kann sogar auf mein Brett höcklen und echli verschnaufen. Auf Rat von Julien paddle ich eine Welle an, aber ich habe schon keine Kraft mehr und werde unsanft vom Brett geworfen, egal! Alles nochmal von vorne! Wer schon mal gesehen hat, wie surfen funktioniert, der weiss, dass man so ganz elegant unter der Welle durchtauchen kann, samt Brett. Ja, das kann ich nicht! Wenn also soeine aggroWelle kommt, habe ich verloren, jedesmal werde ich hönnen verspühlt und schlucke literweise Meerwasser. Ich schaffe es doch noch ein- zweimal nach draussen zu paddeln. Jedoch erwische ich keine Welle. Als mich wieder so eine Welle verspühlt und ich einsehen muss, dass ich wirklich keine Kraft mehr habe, lasse ich mich an den Strand spühlen. Fertig für hüt! Kurze Zeit später kommt auch Julien völlig erschöpft aus dem Wasser. Wir sind tot, am Ende unsere Kräfte. Ich spühre schon den morgigen Muskelkater in meinen Armen. Wir klemmen also die Bretter wieder unter den Arm und machen uns auf den Weg zum Auto. Hueren viel Chisusteindli. Meine Füsse tragen mich nur schwer über diesen schmerzhaften Untergrund, ABER: Surfer kennen keinen Schmerz! Beim Auto angekommen muss ich erstmal wieder aus meinem Wetsuit raus... nass ist der Sch*** noch schwieriger auszuziehen! Aber ich schaffe es (natürlich). Julien ist so erschöpft, dass ich fahren muss, verständlich, er war etwa doppelt so lang im Wasser wie ich!

Zurück in unserem Apartement setze ich mich wieder auf den Balkon, Julien macht es sich auf dem Boden mit einem Mätteli bequem und pfüselet eine Runde. Ich lege mich irgendwann auch noch hurti ins Bett. Dann kommt Julien und schlägt vor, dass wir mein Brett zurück bringen, und noch nach soeinem Frotterhoodie (sieht aus wie ein überdimensionales Frottertuch mit Kaputze und Löcher für die Arme) ausschau halten. Gesagt, getan. Wir finden tatsächlich soeinen Hoodie, für Julien. Ich kaufe lieber einen neuen Pull, hab ja noch nicht genug! Dann will Julien nochmal zum Skatepark. Dort angekommen ist der Park leer, perfekt! Julien springt sofort auf sein Skateboard und fährt in der Bowl hin und her und her und hin. Mir ist das Ganze nicht so geheuer, habe eher etwas Angst davor. Ich lasse mich aber dann doch von Julien überreden, mich auf das Skate zu stellen und einen Absatz herunterzufahren, oder eher zu stoglen. Es hat kleine Kinder im Park, die besser skaten als ich, viel besser. Ich kann mich knapp aufs Skate stellen und echli aagäh, wenn überhaupt. Die fahren da in dieser Bowl rum, als hätten sie nie etwas anderes getan. Julien überredet mich (wieder) in der Bowl hin und her zu fahren, einfach von einer Seite zur Anderen. Klappt nicht, mich legts voll auf den Latz! Autsch! Jetzt hab ich definitv keine Lust mehr (ja so bin ich). Ich gehe in‘s Auto, weil‘s draussen doch schon etwas kühl und mein Ego angekratzt ist und lasse Julien noch echli seine Runden drehen. Das ist voll sein Ding! Als auch er genug hat, fahren wir zurück ins Apartement. Wir gehen aber gleich wieder los, in die Bar direkt unter unserem Balkon, um uns dort das wifi zu schnieken. Klappt! Heute wollen wir‘s nochmal bei dem Italiener versuchen, der letztes Mal keinen Platz mehr hatte.

Diesmal hat er Platz und OH MEIN GOTT ist das Essen gut!!! Er erklärt uns zuerst, dass die Pizza die grösse der Speisekarte hat (ja sie war rund) und dass wir nach belieben die Pizza zusammenstellen können. Wie für mich gemacht, ich mit meinen Extrawüschtli! Zur Vorspeise essen wir Hausgemachte Brötli mit Knoblauchbutter, soooo guet!! Und als Hauptgang Pizza (selbstverständlich)! Ich bestelle mit Salami und Julien eine Vegetariana, ohne Mais (Extrawurst!). Der Pizzaiolo ist sooooo süess! Etwa gegen die 70 und schlurft hin und her im Restaurant. Auch der Besitzer ist sooo freudlich. Er quatscht echli mit uns und offeriert uns sogar noch eine Homemade Liquor. Zimt, gar nicht mal so schlecht!! Wir sind voll und überglücklich! Heute war ein toller Tag! Morgen früh geht Julien mal alleine Los, da mein Brett ja noch in der Reparatur ist und wir‘s wohl erst nach 9 Uhr abholen können. Ist für mich voll Okay, AUSSCHLAFEN!!! Juhuu!! Aber am Nachmittag will ich trotzdem nochmal ins Wasser!

Ob ich es dieses Mal schaffe, eine Welle zu surfen?

Wir werden seh‘n, ihr werdet lesen!

Foz do Lizandro

Müde und abegekeibet

Soo schöne Sonnenuntergänge!

Julien im Skatepark (wow die Qualität, Applaus!)


Montag, 13. November 2017

Sonne tanken

Heute sind wir wieder verhältnismässig früh aufgestanden. Julien will im Dorf zmörgelen, also machen wir uns auf den Weg. Ich bin kein Morgenmensch, aber Julien ist völlig aufgedreht. Mein Gott. In einem Kafi bestellt Julien ein Cappucino und ich eine heisse Schoggi, begleitet von zwei Schoggigipfeli. Die heisse Schoggi, ist mehr eine Mischung aus Milch, Mehl und Schoggi (mega dickflüssig), gaaanz wüescht! Kann man nicht trinken, das bestelle ich ganz bestimmt nicht mehr! Grüselig! Wir schlendern noch echli durch die ruhigen Strassen bevor wir uns wieder auf den Weg ins Apartement machen. Die Sonne scheint und es ist riiichtig warm! Diese Gelegenheit nutze ich natürlich und setze mich im Bikini auf den Balkon und geniesse die Sonne. Julien hat einen richtig müehsamen Luun, so aufgedreht und chribbelig. Der muss wirklich langsam ins Wasser, sonst halte ich das nicht mehr lange aus. Dann entscheiden wir uns, doch nochmal durch‘s Stedtli zu laufen, vielleicht finden wir ja eine Haarbürste für mich. Tatsächlich! Nach dem erfolgreichen Einkauf (ändlech e Haarbürste, Juhuu!!) gehen wir in eine kleine Bar, Bamboo Bar heisst die. Dort essen wir ein Toast, ich mit Käse und Schinken und Julien irgendwas vegetarisches. Jaa die grosse Portion hätte es auch getan, aber gut war‘s. Wir nutzen noch das super Wlan und gehen dann mal wieder ins Apartement zurück. Mittlerweile ist schon halb 5 und wir wollen unbedingt den Sonnenuntergang vom Quicksilverstore (hat eine Bar mit Terrasse und ein Skatepark) anschauen. Also los! Der Sonnenuntergang ist hönnen schön! Wie toll wäre es, wenn wir ein Hüsli am Meer hätten, wo wir jeden Abend soetwas geniessen könnten. Als wir nach gefühlten 5 Stunden aufbrechen wollen, packt Julie trotzdem noch die Lust, eine Runde im Skatepark zu drehen. Ich gehe also wieder zurück in den Store, bestelle ein Münzetee und setze mich hin. Verbrenne mir noch hönnen die Zunge am Tee, wiso so heiss?! Ich surfe chli im Internet als Julien dann kommt und wir gehen können. Seine Redli vom Skate sind anscheinend zu weich, also kauft er sich neue.

Zu Hause gib‘s Pasta mit einer improvisierten Frischkäse-Rahmsauce à la Rhea. Brokkoli für den Vegi. Gar nicht so schlecht, jedenfalls besser als gestern. Dann lege ich mich kurz hin, bevor wir in die Stadt gehen um noch ein Drinkli zu kippen. Wir entscheiden uns für die einzige Bar, in der Musik läuft. Julien bestellt ein grosses Bier und ich einen Sex on the beach. Während ich an meinen Drink nippe hat Julien schon eineinhalb Bier geläärt, ohä! Es kommen noch drei andere Turis in die Bar, ein Typ mit zwei Frauen. Ob er die Beide abgeschleppt hat, wer weiss! Ich spüre den Alkohol schon es bizzeli, deshalb wird der Heimweg auch umso lustiger (für mich, Julien muss aber auch lachen).

Morgen sollen endlich bessere Wellen kommen. Wer weiss, vielleicht können wir ENDLICH surfen!!! Ob‘s was wird?

Wir werden seh‘n, ihr werdet lesen

Das soll heisse Schoggi sein?!

Schööner Sonnenuntergang!!



Sonntag, 12. November 2017

Von Ericeira nach Mafra bis Sintra

Erst mal vorneweg: wir haben gut geschlafen, trotz dem Lärm der Partyleute auf dem Platz.


Heute morgen sind wir tatsächlich früh aufgestanden um den surf zu checken. Für diese Zeit luftets also schon rech he... das bestätigt sich leider auch am Strand. Keine Wellen zum surfen, gar rein nichts!! Kann doch nicht wahr sein! Mennoo! Na gut, das wird wohl heute auch nichts mit surfen!

Wir gehen also zurück in unser Apartement und essen erstmal etwas Zmorge. Danach pfausen wir nochmal 2 Stunden, können ja eh nichts anderes machen!

Gegen Mittag raffe ich mich mal auf und schnappe mir die Karten und Empfehlung vom Apartement. Da gibts tatsächlich einige Tips! Wir entscheiden uns dafür, dass wir mit dem Auto nach Mafra, zu soeinem Kloster fahren. Vielleicht noch weiter nach Sintra zu dem Palast. Also ab ins Auto und los geht‘s!

In Mafra angekommen ist das Kloster nicht zu übersehen, es ist RIESIG! Mein Gott, wie ein Schloss, vielleicht war‘s mal eins, keine Ahnung! Wir gehen also rein, zahlen den Eintritt und beginnen den Rundgang. Ja, viel zu erzählen gibt‘s da nicht, halt ein Schloss (oder ein Kloster, was auch immer). Eigentlich sollte es noch einen Nationalpark haben, irgendwo... mir möge abr nid sueche. Darum fahren wir weiter nach Sintra. Als das Navi sagt, wir hätten unser Ziel erreicht, sind wir zmitzt in der Stadt. Wir wollen aber zum Palast. Also fahren wir einfach den Schildern nach. Hönnen äng die Strässli, gopf! Parkplatz? Fehlanzeige, alles besetzt! Also fahren wir halt einfach weiter bis wir fast vor dem Palast stehen. Wir parkieren unser Auto (das Lämpli brönnt übrigens immernoch, ups) und gehen zu Fuss weiter. Hönnen steil und es luftet! Oben angekommen erwartet uns ein riesen Park und oben auf dem Hügu ein farbiger Palast. Wir zahlen den Eintritt und wandern zum Palast hoch. Meeega schön mit diesen verschiedenen Farben und Fassaden (siehe Bilder). Aber es luftet hönnen und es ist nich gerade warm! Wir gehen auf den höchsten Punkt den wir erreichen können und warten auf den Sonnenuntergang. Nicht so spektakulär wie am Strand, aber trotzdem schön! Es ist langsam hönnen chaut und ich will gehen, aber wir warten bis die Sonne ganz verschwunden ist (Monsieur Julien will es so!). Dann treten wir den Abstieg an. Jetzt geht‘s ab nach Hause.

Zu Hause erst mal unter die Dusche, was auch eine Herausforderung ist, denn der Boiler macht was er will. Wenn er keine Lust mehr hat, bekommst du halt kaltes Wasser, voilà (ich habe noch immer keine Haarbürste!!)! Dann kochen wir Teigwaren, Hackbällchen und für den Vegi Brokkoli. Alles verfeinert mit Tomatensauce. Ich muss sagen, es wird nicht mein Lieblingsessen! Die Hackbällchen haben überhaupt keinen Gschmack und sind völlig ungeniessbar! Zudem ist während dem Kochen zweimal die Sicherung rausgeheit und wir sassen im Dunkeln! Geil!! Zum Glück wissen wir wo der Sicherungskasten ist. Ich habe unserem Host vom Apartement noch geschrieben wegen dem Wlan. Er sagt man muss die SIM karte aufladen (aha!), oder wir sollen in ein Kafi unten auf dem Platz und das Wlan Passwort verlangen, wie schlau! Also machen wir das. Wir gehen ins einzige Kafi was aussieht als hätte es offen (wird wohl heute etwas ruhiger auf dem Platz). Wir trinken etwas und gurken ein wenig im Internet rum. Julien ist ganz nervös, der muss langsam mal ins Wasser und ich auch! Wir überlegen, ob wir morgen schon nach Lissabon wollen, denn morgen sieht der Surf ebenfalls ka**e aus! Aber die Ratgeber sagen, dass es mit dem Auto mega müehsam ist, einen Parkplatz zu finden... jäh, wir überlegen uns das noch!

Jetzt sind wir wieder im Apartement (das Wlan längt übrigens nichtmal wirklich auf unser Balkon, toll!).

Ja, heute war ein es geht so produktiver Tag. Wir haben immerhin zwei Paläste besichtig! 

Was wohl der morgige Tag mit sich bringt?

Wir werden seh‘n, ihr werdet lesen!

Der Palast in Mafra

Tadaaa, da bin ich!

Die Bibliothek (wär zum Tüfu list so viu?!)

Der Palast in Sintra

Bis die Sonne ganz weg ist!!