Montag, 31. Oktober 2016

Wehmütig verlassen wir Taghazout, ab nach Essaouira

Montag, 31. Oktober 2016

Heute war Aufbruchstag. Wir sind natürlich wieder später aufgestanden, als wir eigentlich wollten. Egal. Wir haben zuerst mal Rührei und Cornflakes gegessen und haben dann angefangen, aufzuräumen. Wir sind beide nicht gerade so motiviert. Auch wenn wir uns meega auf Essaouira freuen, ist es doch ein wenig wehmütig, diesen unglaublichen Ort zu verlassen. Ich werde es vermissen, am Abend zum Rauschen der Wellen einzuschlafen und am Morgen dazu aufzuwachen. Und der Balkon direkt auf das Meer hinaus, das wird mir auch fehlen. Aber Essaouira wird bestimmt auch toll! Nachdem wir alles ins Auto gebracht haben und die Wohnung einigermassen aufgeräumt ist, ist es Zeit, Adjeu zu sagen und aufzubrechen.
Wir fahren wieder nach Tamri, weil heute ist wieder ein guter Tag zum Surfen und das will sich Julien ja nicht entgehen lassen. Ich habe kein Brett, doch heute habe ich auch nicht so Lust, trifft sich also ganz gut. Ich pflanze mich mit der Kamera auf mein Tüechli. Ich schaue extra, wo Julien ins Wasser geht, damit ich ihn immer wieder finde mit der Kamera. Ich probiere immerwieder zu fötelen, aber ich habe ihn schon wieder verloren. Mann! Ich habe immer das Gefühl, ah ja jetzt hab ich ihn, aber dann ist er's doch nicht. Er kommt raus, trinkt einen Schluck Wasser und geht weiter links wieder ins Wasser. Jetzt gehe ich ihm nach und schiesse grad am Anfang Fotos! Ohje, da geht einer ins Wasser, der den selben Neopren hat, di verwächsli sicher! So war's auch^^ ich schaue immer links und plötzlich kommt Julien von rechts gelaufen. Ja toll! Wir starten nocheinmal einen Versuch, aber gross kriege ich es nicht hin. Ich bin wohl einfach nicht so der Fotograf und wenn dann alle immernoch gleich aussehen, ist es schwierig! Nach etwa drei Stunden (ich sitze schon wieder an meinem Platz, weil ich mir langsam die Beine in den Bauch gestanden habe), kommt Julien aus dem Wasser. Wir sind ready um unsere Route nach Essaouira fortzusetzen. Ich bin hönnen müde (i weiss i ha nid viu gmacht, na und?) und entscheide mich, im Auto echli zu schlafen. Zuerst müssen wir aber tanken, sonst könnte es heikel werden. Wir fahren mach Tamri ins Dorf hinein und steuern die erste und einzige Tankstelle an. Fini. Nix, niente, nada, Benzin ist alle. Ohje. Ach da kommt bestimmt bald wieder eine Tankstelle. 6km? Locker. Ich schaue zur Sicherheit auf meinem tollen Navi nachen. Naja, sind 32km, rechnen können die hier wohl auch nicht wirklich. Egal, es muss einfach längen bis dort hin. Ich mache meine Augen zu und döse vor mich hin. Neben der Strasse tauchen immerwieder Geissenherden auf, die auf den Bäumen nach Essen suchen. Das sieht so blöd aus! An der Tankstelle wird uns gesagt, dass es hier auch kein Benzin mehr gibt. Oh ouh, jetzt bekommen wir langsam ein Problem, es ist ja schon nicht so, dass wir schon im roten Bereich wären, aber wer weiss wie regelmässig wir noch an Tankstellen vorbeikommen. Eine Tankstelle weiter können wir ENDLICH tanken! Wir kaufen noch eine kleine Stärkung und fahren dann weiter. Unterwegs begegnen wir wieder einer Polizeikontrolle, sie winken uns aber durch, gottseidank! Doch leider steht da vorne noch eine zweite Ladung. Diese winken uns freundlich rechts ran. Ds darf doch nid wahr sii!! Wieder z'schnäu?! Diesmal können wir wenigsten den Führerschein vorweisen! 80km/h in der 60er Zone, meine Güte! Ich glaub's nicht! Der Polizist verlangt Papiere und Pass und 500dirham. Holla! Das ist aber viel!! Ja gut, wir können nicht's machen. Julien muss aussteigen und geht irgendwie zu ihrem Auto. Er steht da und quatscht die ganze Zeit, was reden die bloss?? Irgendwann kommt er mit den Papieren und 300 Dirham wieder zurück "er het mr 300 Dirham zrügg gäh, wüuer mi sympathisch fingt" gott sei dank habe ich so einen sympathischen Freund! Das hätte jetzt aber wirklich nicht 2 Mal passieren müssen, aber du, mir schiesse z Gäud gärn zum Fänster us! Endlich kommen wir in Essaouira an, wir fahren zu dem Platz, der mir in der Buchung über AirBnb genannt wird. Da kommen wir aber nicht weiter. Also stellen wir das Auto am Hafen auf den Parkplatz und suchen mal unser Riad. Die haben mir eine Beschreibung geschickt: Die überdachte Strasse, sie ist dunkel, kurz vor der Stadtmauer kommen sie zu einer blauen Türe, welche zum Riad führt. Okay, also erstens hat es hier mehrere Gassen die dunkel und überdacht sind. Zweitens, gibt es hier etwa 200 blaue Türen, woher sollen wir wissen, welches die Richtige ist?! Wir stoglen in den Gassen umen, aber als wir's auch nach einer halben Stunde nicht gefunden haben, beschliessen wir im gleichnamigen Restaurant nachzufragen (als wir kamen war's noch zu). Die Frau ruft jemanden an und sagt uns, wir sollen warten. Nach ca. 2min kommt einer, der uns dann zum Riad führt. Sieht schön aus hier! Wir haben eine ganze Etage für uns, mit einer privaten Terrasse. Die gemeinsame Terrasse auf dem Dach, hat Meerblick, aber jetzt ist's dunkel, da sieht man eh nüt im Moment. Wir haben unser Gepäck im Auto gelassen. Wir müssen jetzt noch so einen Fötzel ausfüllen, wie wir schon auf dem Hinflug bekommen haben. Den Pass haben wir im Auto, den hätten wir gebraucht. Der Typ gibt uns eine Karte von Essaouira und empfiehlt uns noch ein Restaurant, perfekt! Wir holen unser Gepäck aus dem Auto und gehen wieder ins Riad. Wir kommen da nicht ganz nachen bei dem Zettel, er ist aber super nett und füllt ihn für uns fertig aus. Hönnen nätt! Dann zeigt er uns noch das Restaurant, wir reservieren für in einer Stunde und können schon unser Essen auswählen. Naja, auf der Speisekarte hat's nicht gerade viel für meinen europäischen Gaumen, mischt! Der Typ vom Riad empfiehlt uns die Pastilla mit Mandeln, ah chum, nähmemer doch eifach das. Ke ahnig was ds isch (seht ihr, ich werde experimentierfreudig!). Wir gehen zurück ins Riad und studieren mal den Plan und machen uns zwäg fürs Essen. Das Restaurant ist übrigens mega härzig. Es ist ein marrokanisches Ehepar, die es führen. Wir sind zwar die einzigen Gäste, aber uns ist das egal. Das Essen kommt. Es ist irgend ein undefinierbares Dings... Sieht aus wie gefüllter Blätterteig. Ach, wir probieren mal. Es ist süss, das haben wir nich erwartet. Poulet (glauben wir) mit Zimt und Honig und sonst noch irgendwas als Füllung. Wir können es wirklich nicht so ganz definieren und unser Lieblingsessen wird's auch nicht. Naja, schlecht ist es auf jeden Fall nicht. Befriedigend.
Nach dem Essen schlendern wir noch echli durch die Medina, es ist nicht mehr soo viel los, aber immernoch echli. Es hat aber auch komisches Volk unterwegs.. Irgendwo in einer Gasse quatscht uns einer an, Julien bleibt immer stehen, man sollte einfach weiterlaufen! Er fragt uns woher wir sind, aber er ist schon so betrunken, dass wir ihn kaum verstehen. Er brabbelt etwas von Genf und Zürich und Präsidenten und was weiss ich. Wie gesagt, wir verstehen ihn leider nicht so wirklich. Wir wollen gehen, aber da bettelt er uns um Geld an, er wolle sich eine Flasche Wein kaufen. Er lebe in Armut und habe nichts. Ja er tut mir schon echli leid. Wir geben ihm das Münz was wir haben, aber das reicht ihm wohl nicht. Die Leute hier sind zwar sehr freundlich und hilfsbereit, aber sie verlangen praktisch immer Geld! Wir gehen einfach, gib di zfriede mit däm u lah üs lah sii! Wir schlendern noch echli durch die Marktgassen, es ist spannend zu sehen, wie hier noch gehandelt wird und die Einheimischen noch ihre Einkäufe erledigen. Doch wir sind langsam müde und so machen wir uns auf den Rückweg ins Riad. Hier in diesen Gassen gibt es viele Restaurants, die sehr interessant aussehen. Mal schauen welche wir alle besuchen.
Morgen wollen wir zum Surfspot Sidi  Kaouki, es soll nochmal gut werden. Ich will auch wieder ein Brett mieten, aber wir wissen noch nicht ganz wo. Wahrscheinlich in Essaouira am Strand. Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Heute war's wieder unglaublich heiss!!

das Wasse ist richtig türkis, man sieht's auf den Fotos leider nicht so gut

Sonntag, 30. Oktober 2016

Surfen und die Taschen packen

Sonntag, 30. Oktober 2016

Heute Morgen sind wir verhältnissmässig früh aufgestanden. Julien will nochmal nach Tamri, dort soll's heute gute Wellen haben. Ich habe kein Surfbrett mehr, also werde ich wohl den ganzen Tag am Strand umenhocken, kein Problem für mich. Wir essen kurz eine Schüssel Cornflakes und fahren dann los. In Tamri angekommen merken wir, wir sind nicht die Einzigen, die diese Idee hatten. Etwa 10 Kleinbusse mit Surfbrettern obendrauf (wahrscheinlich Surfschulen) und andere Autos voller Surfer, stehen schon auf dem Parkplatz. Das kann ja heiter werden. Die Meisten sind Anfänger. Am Strand vorne breite ich mein Tüechli aus und richte mich ein für den Tag. Julien plantscht wohl schon im Wasser. Ich will mal ein paar Fotos von ihm machen, wie er am surfen ist. Leichter gesagt als getan. Es hat etwa 100 Leute im Wasser und mindestens 70 davon haben ein weisses Brett. Wie soll ich da Julien nur finden? Die sehen alle gleich aus in ihren Wetsuits! Ich fotografiere einfach mal alle Töggeli im Wasser, zoome ran und schaue, ob ich Julien nöimen erkennen kann. Ah ja, ich glaube das ist er. Ich fötele noch echli weiter, bis ich merke, dass das gar nicht Julien ist. Mischt! Der da vielleicht? Nein. Es ist echt eine Herausvorderung, ihn zu finden. Deshalb gebe ich nach einiger Zeit auch mal auf. Ich lege mich wieder auf mein Tüechli und geniesse die Sonne. Es scheisst mich also scho echli an, dass da alle im Wasser plantschen und ich habe kein Brett, das muss ich ehrlich zugeben! Es kommen Verkäufer vorbei mit Tee, Donuts, Muffins und so weiter. Ein Typ kommt und quatscht mich an. "Where is your husband? In the water?" Husband?? Eehm yes yes in the water. Er quatscht noch echli und geht dann doch noch. Julien kommt mal noch aus dem Wasser und ist völlig begeistert (habe übrigens am komplett falschen Ort geföteler, er war viel mehr rechts, ups)! Die Wellen scheinen super zu sein! Nach einer kurzen Trinkpause verabschiedet er sich aber schon wieder und ich sitze wieder auf meinem Tüechli. Es wird langsam so heiss, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als auch im Wasser auf einem Surfbrett zu stehen. Ich gehe mal meine Füsse nochmal inenhäben, ich nehme die Kamera mit, um noch einmal einen Versuch zu starten, Julien zu fötelen. Ich finde ihn schneller als vorhin (gut, er hat mir auch gesagt wo er etwa sein wird...) ich schiesse ein paar Fotos und dann kommt er erschöpft aus den Wellen. Ich bin mittlerweile so frustriert, weil ich kein Brett habe, dass es mich mega anscheisst! Und Hunger habe ich auch. Beim Tüechli entscheiden wir, dass wir mal nach Tamri fahren und etwas zu Essen kaufen, vielleicht kann man ja da auch ein Brett mieten. Wir fahren los, doch in Tamri gibt es nicht wirklich viel. Wir beschliessen nach Taghazout zurück zu fahren und dort ein Brett zu mieten und erwas zu Essen. Gesagt getan. Julien ist so auf der Schnoren, dass ich fahren muss. In Taghazout stellen wir das Auto auf einen Parkplatz und der Wärter kommt uns anquatschen. Auf Deutsch lustigerweise. Als er erfährt, dass ich ein Brett brauche, zeigt er uns sofort den Weg in einen Surfshop! Okay... Eh ja. Wir mieten dort mal ein Brett und einen Wetsuit. Wir lassen aber das Brett noch da und gehen noch zu unserem Friend im Restaurant "West Coast" etwas essen. Uns kommt in den Sinn, dass wir ja dem Pizza"friend" gesagt haben, dass er heute um 17:00 kommen soll. Mittlerweile ist es schon halb drei und wir werden um 17:00 bestimmt noch nicht zu Hause sein. Wir beschliessen, ihm eine Zettel zu schreiben, er soll doch später nochmal kommen. Ich husche aben ins Apartement, während Julien noch nach einem langärmligen Surfshirt schaut. Er hat nähmlich zu heiss in seinem dicken Neopren. Ich hole noch mein Brett und wir setzen uns wieder ins Auto und fahren zurück nach Tamri. Dort angekommen lege ich den Wetsuit an und muss leider feststellen, dass er zu gross ist. Toll! Müehsam soöppis! Wenn der zu gross ist, wärmt er nicht so gut. Hmm... Eh ja, mir probieres mau, so chaut isches ja nid. Im Wasser bestätigt sich das leider, i ha chaut! Ich surfe trotzdem ein zwei Wellen und es klappt gar nicht mal so schlecht, ha! Aber heute ist nicht mein Tag. Das Brett ist zu schwer, der Wetsuit zu gross und das Wasser zu kalt. Julien hat auch zu kalt, nur im Surfshirt, er muss auf den dicken Neopren zurückgreifen. Weil es mich schon beim rauskämpfen mehrere Male verspühlt, bevor ich überhaupt auf dem Brett stehe, verleidet es mir bald mal. Ich nehme noch eine Welle, und lasse mich an den Strand zurück treiben. I mah nümm. Mit meinem Brett auf dem Kopf mache ich mich auf zum Auto. Es isch chaut! Ich ziehe etwas Warmes an und gehe mit dem Brett wieder zurück an den Strand (ja ich musste das Brett mitnehmen, weil ich Angst hatte, es wird geklaut). Die meisten Surfschulen sind schon gegangen, es hat nur noch wenige Surfer im Wasser. Ich hocke da auf meinem Brett und warte, bis Julien aus dem Wasser kommt. Da ist er! Er ist total erschöpft vom vielen paddeln. Heute war er echt lange im Wasser! Wir machen uns langsam wieder auf den Heimweg, bringen das Brett und den Wetsuit zurück und kaufen noch Brot ein. Als wir die Treppe zu unserem Apartement herunterlaufen, kommt der Pizza"friend" gerade vom Strand her auf uns zu. Hat der da jetzt gewartet?? Keine Ahnung, ich will's nicht wissen! Er hat pain au chocolat mitgebracht (waren eher kleine möchtegern Brötli, wo Jemand ausversehen ein Schoggiwürfeli in den Teig fallengelassen hat...) er hat auch noch so Cremeschnitten mitgebracht. Mir hei doch xeit nume Pain au chocolat gopf! Wir nehmen die Box entgegen und da hat es noch irgendwie so Pralinen drinn, iz übertribters! Und was kostet der Gspass?? VIEL ZU VIEL! Er ist ein richtiger Abzocker!! Shit! Wir probieren ihm zu erklären, dass das gerade etwas teuer ist, aber er will nicht diskutieren, geschweige denn handeln, ja dehaut gopf! Eine Frechheit! Die Dinger (bis auf die möchtegern Schoggibrötli) sind echt gut! Wir essen noch etwas Brot und dann wissen wir, wir müssen jetzt packen und aufräumen. Juliens Handy hat angeschaltet!!! Yess! Bedienen kann man es jedoch nicht wirklich, es spinnt immerno chli. Naja, wir lassen ihm noch bis morgen Zeit, vielleicht haben wir ja riesen Glück und es ist noch etwas zu retten bei dem Ding!
I wott hie nid wäg :( es ist ein richtiges Paradies hier! Aber wir wollen ja noch Essaoira erkundigen! Dort können wir auch noch an den Strand und surfen. Nächste Woche soll's wieder super sein. Wir machen uns an die Arbeit und gerade als ich den Boden wische, klopft es. Der Typ der uns am ersten Tag empfangen hat ist da. Ganz schüchtern steht er da und erklärt uns mit seinem britischen Akzent, dass er morgen nicht da ist. Wir sollen den Schlüssel in der Küche deponieren, den Balkon pschliessen und die Haustüre einfach nur zuziehen. Okay! Machen wir! Wir sind beide ziemlich kabutt und darum gehen wir jetzt schlafen.
Morgen müssen wir früh raus! Hoffentlich klappt alles gut und wir finden unsere Unterkunft ohne grössere Probleme.
Eh ja, wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Viele viele Surfer im Wasser

Die Bananen hier sind nicht gerade riesig

Schöner Sonnenuntergang vom Auto aus geniessen

Samstag, 29. Oktober 2016

Eine Katastrophe kommt selten allein

Samstag 29. Oktober 2016

Heute Morgen sind wir (wiedereinmal) etwas zu spät aufgestanden. Wir sind ins gleiche Restaurant, wo wir gestern Abend gegessen haben, um dort zu Frühstücken. Wir bekamen eine Art Omelette, Butter, Gonfi, Honig, Brot, und Orangensaft. Wir essen und es ist meeega fein! Dann gehen wir wieder ins Apartement. Heute wollen wir mal zur Peugeotgarage, um uns um das Lämpli zu kümmern. Wir googlen die Adresse die mir Papi geschickt hat, Samstag/Sonntag: Geschlossen. NA TOLL!! Jetzt haben wir den Käse. Am Montag haben wir keine Zeit mehr, wir müssen's wohl in Essaoeira machen... Shit. Wir wollen trotzdem nach Agadir fahren, denn wir sollten mal wieder Geld abheben und ich habe mich noch nach Einkaufsstrassen und Einkaufszentren erkundigt und je eines herausgepickt (gab gar nicht mehr). Julien probiert mal noch sein Handy einzuschalten, ohne Erfolg. Ja das Ding ist wohl kaputt, vielleicht braucht's noch einen Tag Zeit. Ich packe mal meine Kreditkarte.... oh, wo ist sie? Ohjeohje! Wo habe ich die nur hin gelegt?? Panik macht sich breit! Ah! Gefunden! Brav habe ich sie ins andere Porte-monnaie getan. Huff! Julien sucht seine Travelcash-Karte. Ohje, die ist auch nicht mehr da, wo sie sein sollte. Ah er hat sie bestimmt nur verlegt. Wir suchen und suchen, ohne Erfolg... Ohje, jetzt wird's wirklich langsam heikel. Wir finden die Karte tastächlich nicht! Vielleicht im Auto? Wir schauen mal. Wir brechen auf und checken das Auto, nichts! SHIT! Das darf doch nicht wahr sein?? Wo ist diese verfluchte Karte?? Ach, sie wird irgendwo im Apartement sein, so gründlich haben wir ja noch gar nicht geschaut (hoffemer!). Wir fahren mal los, Julien ist schon ziemlich genervt, was ich verstehen kann. Handy Kaputt und jetzt ist auch noch seine Karte mit seinem Geld drauf weg! Nicht gerade prickelnd. Weil er so echli hässig ist, überschreitet er die Geschwindigkeitsangabe etwas (etwas zu viel). Einige 100m weiter, stehen Typen in weisser Uniform und winken uns rechts ran. AUCH DAS NOCH?! ERNSTHAFT?! Ich nehme die Papiere mal aus dem Handschuhfach. Wir waren zu schnell. "I ha mi Fahruswiis gar nid drbi..." ISCH DS DI ÄRNST?!?! DU BISCH SONE DEPP, I GLOUBES NID!! "i hane im angere Porte-Monnaie!" Ds darf doch nid wahr si!!!! Der Monsieur kommt ans Fenster und ich erkläre ihm verzweifelt, dass Julien seinen Ausweis zu Hause hat. "Il a de la vitesse!!" Er ist unfreundlich, mischt. Ich rede ganz betroffen mit ihm und er will 600 Dirham, als Busse. 600 Dirham!!!!! Haben wir überhaupt so viel dabei?? Er checkt die Papiere und wendet sich wieder an mich. Ob wir Turisten sind, jaja simer! Aber warum wir denn im Stress seien?! Wir haben doch Ferien! Jaa i weiss, Monsieur, es duet mr ungloublech fest leid. Wüsster, mir hei es Problem gha u er isch hässig xii u mir hei dr Uswis eifach deheime lah liege vor luter herjesses u wüuer isch hässig xii ischer haut z'schnäu gfahre. Wie lange wir schon hier sind? Chli meh aus e Wuche. Wie lange bleiben sie noch? Bis am 5.11. Nationalität? Schwiz, bravi Schwizer simer! Wo mir wohne in Marokko? In Taghazout. Ah dir sit surfer? Jaja! Aaständigi Surfer! Ob de IG dr Fahruswis heig? Ja scho, aber i bi no ni 21i, i darf nid fahre, i bi brav, i haute mi ad Regle. Er hat glaube ich ein wenig Mitleid mit uns, wir sind verunsichert. "Okay, vous payez 300 Dirham et après c'est ok"  boah! Echt?! "Mais il a le permis?" Oui oui! Je vous promets!! "Alors" Wir zahlen die Busse und können dann weiterfahren. ALTER SCHWEDE! Mann haben wir Glück!! Wir Schweizer sind eben Vertrauenswürdig! Ein Hoch auf unser Vaterland! Mann! Mir fällt ein Stein vom Herzen! Das hätte böse enden können! 
Wir fahren weiter, Richtung Einkaufsstrasse (dort wo auch die Garage gewesen wäre), aber hier ist irgendwie nichts. Ich habe noch ein Viertel herausgeschrieben, wo's Läden haben sollte. Wir fahren mal da in die Nähe und stellen das Auto ab. Zu Fuss gehen wir das mal auskundschaften. Scheint irgendwie nicht so viel los zu sein und OH MANN ist das heiss! Ich verschmachte fast in meinen langen Hosen! Es hat hier schon Läden, aber irgendwie ist's so ausgestorben... Ohje... Wegen der unerträglichen Hitze, entscheiden wir uns, ins Einkaufszentrum zu fahren, das ist sicher gekühlt! Wir trinken an der Strasse noch ein kaltes Cola und machen uns dann wieder auf den Weg zum Auto. Juliens Orientierung ist der Wahnsinn! Wir können durch 100 verwinkelte und verlassene Gässli laufen, er findet den Weg zurück IMMER ohne Problem. Ich möchte das auch! Ich bin beeindruckt! Wieder beim Auto, steuern wir das Einkaufszentrum "Uniprix" an. Wir fahren an der Strasse daran vorbei, das sieht aber aus, als wär's nur ein Teil davon. Etwas klein. Ehja, mir luege mau. Wir parkieren und checken das Ding mal ab. Wir sind etwas verwirrt... Das "Einkaufszentrum" ist eher ein Bazar/Laden. Es hat zwar alles mögliche, Kleider, Kosmetik, Kerzen, Figuren, Schmuck, Essen, Spirituosen usw, aber es ist einfach ein grosser unübersichtlicher Laden. Was für ein Reinfall. Wir merken immer mehr, dass Agadir nicht gerade unsere Lieblingsstadt ist. Alles ist so verstreut und kreuz und quer in dieser Stadt. Me do not like :( Wir beschliessen, den Heimweg anzutreten. Zuerst noch schnell in den Carrefour, weil wir gerne eine Pinzette hätten, gibts nicht. Nur in Kombi mit Nagelklipser, Schärli, Fiele und was weis ich. Ja de nähmemer haut das. "Ds isch sicher es riese Gschwür!" Jaaa und? I ha ke besseri Idee! "Viellech ire Apotheke" ja auso. Gleich gegenüber hat's eine. Wir gehen rein und stoglen da so chli drinnen umen. Was heisst Pinzette auf Franz? Pincette? Ke Ahnig! Julien fragt mal, aber sie kapieren nicht auf Anhieb, was wir meinen. "Un Test?" Nenei! Um himmels Willen sicher nid! Gott! "Pince? Ah non, nous n'avons pas" ah schad. Holi haut das Set. Ich stehe an der Kasse und eine Frau überholt mich, eh bitte? Sie mustert mein möchtegern Kosmetikset etwa 2 Minuten lang, ehm, chasch dr schüsch es eigets hole wed eis wosch, ds isch miis. Ich zahle und wir fahren nach Hause. Natürlich halten wir uns brav an die Geschwindigkeitsangabe!
Zurück im Apartement heisst es: Travel-Cash Karte suchen! Wir stellen die ganze Wohnung auf den Kopf, durchsuchen Rucksack, Tasche, Koffer, Kleider, Sofa, Balkon, Küche, Bad alles was möglich und auch nicht möglich ist. Diese doofe Karte ist einfach unauffindbar!! Das darf doch nicht wahr sein! Julien ist verzweifelt, er tut mir leid. Er googlet mal, wenn wirs bis heute Abend nicht gefunden haben, muss er die Karte sperren lassen. Wir beschliessen, später nochmal das ganze Auto unter die Lupe zu nehmen, vielleicht ist sie ja usengheit und unter einen Sitz gerutsch oder so.
Ich sollte noch einige Kleider von mir Waschen, wir haben am Anfang mal so Allzweckseife gekauft, die stinkt zwar, reinigt aber einigermassen, das muss reichen. Ich schrubbe und schrubbe, ja Mami, ich wasche von Hand. Bisch stouz uf mi? Wir haben seit dem Zmorgen nichts mehr gegessen. Das muss sich ändern, sonst klappe ich zusammen! Wir beschliessen, echli Brot einzukaufen (übrigens hat hier Brot, als einziges Produkt, eine fixen Wert und zwar 1 Dirham, damit es sich auch die Ärmsten leisten können, faszinierend, nicht?). Wir gehen mal zum Auto. Ich zünde die Taschenlampe an und zünte unter den Sitz, DA ISCH SIE! I gloubes nid! Mir hei se gfunge. HALLELUJAH! Das Glück ist doch ein bizzeli auf unserer Seite. Gutes und Schlechtes muss sich immer ausgleichen! Überglücklig, dass wir die Karte gefunden haben, gehen wir in den Laden, doch es hat nur noch hartes Brot... Wir müssen wohl oder übel, nochmal auswärts essen. Wir gehen zum Restaurant von heute morgen und schon quatscht uns so ein Typ an. "Where you from" Switzerland "Ah nice, i have good friends in Switzerland! Come sit with me and drink some coffee" äh... I wett eigentlech nid dr ganz Abe bi däm hocke. "We'll come back later" wir gehen ins Restaurant, wo wir das Erste mal waren "Le Spot". Ich bestelle wieder Pizza Margherita und Julien einen Chicken Ceasar Salad. Juliens Salat ist übersäht mit Käse, eigentlich wollte er ja mal was "Leichtes" zum Z'nacht essen! Nach dem Essen, gehen wir tatsächlich nochmal zu dem Dude. Er hockt da immernoch am gleichen Platz und schaut einen Film. Ich bestelle "Thé à la Menthe" und Julien ein Espresso und wir teilen uns noch ein Schoggimousse. Das ist schon eher ein Mousse, im gegensatz zu Marrakesch, aber die haben hier halt nicht so richtige Schwizer Schoggi. Ist trotzdem fein. Der Typ redet gar nicht mit uns, sondern ist mit seinem Film beschäftig. Mir hätte grad so guet hei chönne. Nach etwa 20min fängt er dann doch an, mit uns zu plaudern. Wir reden über alles Mögliche. Er war früher Schuhmacher, jetzt ist er "Voyageur", aha, arbeitslos? Er isch eifach "Voyageur" lassen wir das mal so stehen. Er erzählt und es ist spannend, ihm zuzuhören. Ein lustiger Typ. Dann sagt er plötzlich "the world changes. Because of the Ladies" häh wi meinter ds izze. "the first problem on earth, was the ladies" eh bitte? Er labert etwas von Adam und Eva und dass Eva Schuld daran ist, dass Adam den Öpfel gegessen hat. Blablabla sone Hafechäs! Man versteht nur die Hälfte, weil er Franz, Englisch und Deutsch mixt. Dann holt er den Wirt dazu und sagt ihm auch das mit der Frau im Paradies usw. Der Wirt ist aber nicht einverstanden und erzählt die Geschichte von Kain und Abel, die Söhne von Adam und Eva (kannte die Geschichte bis dahin nicht :'D). Sie diskutieren immerwieder auf Arabisch und es ist spannen, ihre beiden Ansichten zu erfahren. Lustige zwei Dudes diese beiden. Der Eine (nicht der Wirt) lädt uns sogar noch zu sich ein, rauchen. Uh nenei, mersi, mir müesse morn früeh uf. Mir wei uf Tamri ga surfe. Er fragt noch zwei dreimal, aber wir wollen wirklich nicht. Irgendwann verabschiedet er sich und geht. Wir zahlen und gehen auch. Zurück im Apartement entdecke ich eine Kakerlake in der Küche, ah maaaann!!! Gopf!!! Si krabbelt und krabbelt und Julien will mal wieder nicht helfen. Sie krabbelt in unser Schlafzimmer!! i bechume e Kriese!!! Nimm se use! I schlafe nid dert inne! Sie krabbelt unter den Koffer und ist spurlos verschwunden! Ach du Scheisse, i gheie ines Loch! Panik, Panik, Panik!!! Sie ist weg! Wo isch sie gopf! I cha nid schlafe weni weiss dass die no umekrabblet! Julien ist es schissengliich, er kritzelt lieber in seinem Skizzenheft. Chum cho z Bett abruume, viellech isch sie ufem Bett. Ich verstaue alle meine Kleider in der Tasche, alles zuemachen und auch den Koffer verschliessen. Sie ist wirklich weg. Ohje. Hoffentlich krabbelt sie in der Nacht nicht in mein Gesicht!!
Morgen wird's nochmal sonnig und der Surf soll auch gut sein. Hoffentlich mal wieder ein entspannender Strandtag ohne Katastrophen! Ist das wohl möglich? Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Ich am Waschen, in der Duschi

Auch an unserem Strand gibt's Kamele

Das Wetter wird endlich echli besser

Freitag, 28. Oktober 2016

Nicht ganz dicht

Freitag, 28. Oktober 2016

Heute war eigentlich auf dem Plan, nochmal nach Tamri zu fahren und zu schauen, obs gute Wellen hat. Aber das Wetter hat leider nicht mitgespielt. Es war zwar extrem warm, aber bewölkt und es hat getröpfelet. Und da ich kein Brett mehr habe, möchte ich nicht bei Regen am Strand sitzen müssen. Also bleiben wir erstmal noch zu Hause. Ich setze mich auf den Balkon und lese. Julien macht sonst irgendetwas. Wir sollten uns immernoch um das Lämpli im Auto kümmern. Wir wollten Hertz eine Email schreiben, aber da haben wir keine gefunden. Papa hilft per Whatsapp. Wir gehen morgen, oder heute noch, nach Agadir in die Peugeot Werkstatt und erkundigen uns mal. Unser Problem ist einfach, dass wir nicht wirklich viel Geld zur Verfügung haben. Wir luegen das noch an.
Wir hocken den ganzen Tag eigentlcih nochli umen und es passiert nicht spektakuläres. Der Bebe Hund lebt noch. Habe ihm heute echli Wasser gegeben. Ich schaue gerade vom Balkon auf's Meer, als ich den Pizza"friend" kommen sehe. Oh neii, oh neii, oh neii! Der kommt jetzt bestimmt klopfen. Ich mache nicht auf, Julien soll aufmachen! Wir sind einfach ganz still und tun so, als wären wir nicht zu Hause. Er klopft. Ich bin im Schlafzimmer und bekomme Panik, was soll ich tun? Ich habe nur das Bikini annen! Ziehe mir mal einen Pulli über und Hosen. Jetzt klopfts nicht mehr. Ich stehe da so echli und sehe plötzlich den Kopf vom Pizza"Friend" unter unserem Balkon ufenschauen. Oh neii! Hoffentlech xehter mi nid! Ich verstecke mich hinter der Wand. Es ist ruhig, ich glaube er ist weg... Huff! Wir sind ihn los für heute.
Ich habe mir ja vor den Ferien noch eine wasserdichte Handyhülle gekauft, das kann man immer brauchen. Julien will sie mal testen, montiert sie und geht runter zum Meer. Er steht da echli und bald kommt er angerannt "sie rünnt! Mach se uf! Irgendwo chunnt Wasser ine! Ohjemine, das ist nicht gut! Das Handy lässt sich nicht mehr bedienen, wir können's nichtmal mehr ausschalten. Ohjeohje. Ich sauge das Wasser unten heraus, um Gröberes zu vermeiden. Es spinnt und irgendwann stellts von alleine ab. Ohje, das ist nicht gut. Shit! Wir stellen das Handy aufrecht auf ein Frottertuch und hoffen, dass das Wasser unten rausläuft und es morgen wieder geht. Das wäre also ziemlich besch*** wenns nicht mehr funktionieren würde, so mitten in den Ferien! Machen können wir jetzt eh nichts mehr. Oh mann!
Wir beschliessen, dass wir heute auswärts essen. Da wir nichts zu Essen im Haus haben und ich nicht denke, dass Julien noch kochen will. Es klopft. Oh mann! Der Pizza"Friend"! Er verlangt natürlich wieder "Le Monsieur" und Julien nerft sich schon. Er diskutiert mit ihm, dann kommt Julien zu mir "i verstahne nid!! Gang du mit ihm ga rede" ich gehe zur Tür, er will aber nicht mit mir reden "Le Monsieur" Hahaha er hasst mich! Mir egal. Wir sagen ihm, dass wir morgen in Agadir sein werden, er soll am Sonntag nochmal kommen. Sonntag um 17:00 bringt er Pain au chocolat. Aber nume zwöi bitte!! Schüsch chunnter wieder mit weis nid was auem! Oke, oke. Er bedankt sich und geht. Mein Gott ist der hartnäckig!! Wir machen uns parat, fürs Essengehen. Zuerst gehen wir aber noch Reis kaufen, um Juliens Handy darin einzulegen, hoffentlich klappt das! Wir entscheiden uns heute, für ein Restaurant namens "West Coast" hier gibts Burger, Marokkanische Küche, Pizza und sonst noch so sachen. Hier kann man auch günstig Frühstücken, das machen wir morgen grad! Ich bestelle wieder eine Pizza und Julien Tagine mit Fisch (Marokkanisch). Wir essen und trinken und bald gehen wir dann wieder ins Apartement. Im Apartement spielen wir noch eine Runde UNO und dann geht Julien ins Bad "da isch e Kakerlake ir Duschi" ja de due se use "nei i wott se nid usedue" mou bitte!! "Ja när." Nei nid när schüsch isch sie ner wäg! "Äbe ds isch guet." Neiii!!! Due se IZE use! Er nimmt wieder das Karton von der Pizza (die, die wir beim Pizzafriend gekauft haben) und will sie inenschuflen. "Gopf isch die schnäu mann!" Er kämpft und hat sie schliesslich im Karton, nur blöd, dass er einen Teil vom Karton abgerissen hat, um es als Schüfeli zu benutzen. Die Kakerlake krabbelt dort usen ihm auf die Hand. Mit einem lauten Schrei lässt er den Karton mit der Kakerlake drin fallen "Ds huere Soufiiech!! Neii ächt! Sone huere Scheiss" ich gebe ihm den Rat, ein Glas darauf zu stellen und mit dem Karton untendrunter zu schieben. Sie läuft in Richtung Scchlafzimmer. OMG MACH D TÜRE ZUE! I gheie ines Loch! Ich bekomme Panik und sekle zur Türe um sie zuzumachen, bevor die Kakerlake inenkann. Julien stellt das Glas drauf, schiebt das Karton drunter und schmeisst sie vom Balkon. Ighittighitt! Ich hätte das nie können! Ich bin heil froh, dass ich Julien habe!! Ich wüsste nicht, was ich ohne ihn machen würde hier! So! Jetzt können wir beruhigt schlafen, oder?? Nein! In unserem Schlafzimmer hat es mühsame Flöigen! I raschte us! Ich lauere ihnen auf und fange sie mit der Hand (nein ich habe sie nicht getötet und ja, ich kann das!! Da stuunsch hä!) 5 (!!!!!) Fliegen fange ich, und schiesse sie zur Türe raus! Eine ist noch umen, die muss ich noch verwütschen! Mission: almost complete.
Also, morgen rufen wir mal bei Hertz an und fragen sie, was wir machen sollen. Dann fahren wir eventuell nach Agadir in die Garage. Ob das alles gut geht und Juliens Handy morgen wieder funktioniert?? Wir werden seh'n ihr werdet lesen!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Umenirren ohne Plan, Sehenswürdigkeiten und Frustration

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Das Wetter heute ist noch immer nicht so der Wahnsinn... Wenigstens rägnets nicht mehr. Wir beschliessen, dass wir heute mal nach Agadir fahren und uns die Stadt ein wenig ansehen. Wir machen uns parat und fahren los. In Agadir angekommen, stellen wir irgendwo am Strassenrand unser Auto ab. Schnell einen Standort setzten, sonst finden wir's sicher nicht mehr. Okay, und jetzt? Wir haben keine Ahnung wo wir sind, geschweige denn, wo wir hin wollen. Wir hätten uns vielleicht mal erkundigen sollen, was wir überhaupt anschauen wollen... Naja, wir laufen mal los, in irgend eine Richtung. Wir merken aber schnell, das wir hier wohl falsch sind. Wir laufen trotzdem weiter. Also von mir aus hätte man schon vor 10min umkehren können, aber wir laufen weiter. Keine Turis, nur Einheimische unterwegs. Wir werden sehr komisch angeschaut. Chöimer hie wäg? Wir entscheiden uns, dass wir im nächsten Café mit WiFi etwas trinken und uns mal über die Stadt erkundigen. Wir setzten uns in ein kleines Kafi, bestellen etwas zu Trinken und fragen nach dem WiFi code. Die Dame ist nicht so gesprächig und tippt den Code direkt in mein Handy ein, okay? Ich fange mal an zu googlen, werde aber nicht wirklich schlauer... Das Einzige, was wir wissen ist, dass wir hier definitif nicht im Zentrum von Agadir sind. Ich google nach Sehenswürdigkeiten. Die Medina von Agadir ist eines, die Strandpromenade, der Sunday Market .... Gehen wir doch als erstes zum Sunday Market, der ist in der Nähe. In diesem Café sitzen wirklich nur Marrokaner, kein einziger Turi. Klar dass die Strassenmusiker direkt auf uns zukommen und so lange umendudlen, bis wir ihnen etwas Geld geben. Wir zahlen und machen uns auf den Weg. Unterwegs kaufen wir noch zwei Croissant (sahen eher aus wie viereckige Teigtaschen) und ein Brot. Sind sehr gut! Und die Croissants haben sogar noch Schoggi drin (zuhinters im linken Eggen ganz oben, ein Schoggiwürfeli). Wir kommen in die Strasse, wo wir unser Ziel erreichen sollten. Kein Schwein auf den Strassen. Mir ist das hier nicht so geheuer und ich möchte gerne gehen. Sieht aus, als wäre der Markt eher verlassen (man hätte wohl in ein Gebäude inen müssen, aber es sah wirklich sehr verlassen aus). Natürlich kommt schon ein Dude angestürmt, der uns inenführen will, nei mersi, isch grad guet. Wir gehen wieder. Ohne weiteren Plan, in der Hoffnung wir finden irgendwie das Zentrum, irren wir weiter durch die Strassen. Und wir laufen und laufen und laufen. Über grosse Strassen, vorbei an Hotels, Gärten, verlassenen Gebäuden und was weiss ich noch alles. Auf jeden Fall, finden wir das Zentrum nicht. Wir beschliessen, wieder zum Auto zurück zu gehen, in der Nähe nochmal in ein Kafi zu hocken und einen neuen Plan zu machen. Aber bis wir endlich beim Auto sind, vergeht eine Ewigkeit, ich habe das Gefühl, ich sei schon 1000km gelaufen. Als wir die Strasse gefunden haben, in der unser Auto steht, setzten wir uns wie geplant nochmal in ein Kafi. Sieht edel aus das Ding. Der Kellner kommt und fragt, ob wir etwas essen wollen. Nenei nur öppis Chliises. Er schickt uns direkt in den Raum nebenan, wo sie unglaublich viele Patisserie Werke haben. Von Kuchen, über Pralinen, zu Brownies bis zu Croissants. Ich bin komplett überfordert und weiss nicht, wofür ich mich entscheiden soll. "Oh neei, renn gäge e Wand, wie es ufgschreckts Huehn" Danke Julien, du bist so härzig zu mir! Er entscheidet sich nach mehreren Hilfeangeboten des Kellners für ein Schokocroissant (heimer ja nid vor 10min grad gha). Ich auch, weil ich nicht weiss, was ich sonst nehmen soll. Zum Trinken bestellen wir beide einen Marrokanischen Mint Tea. Läk war der gut! Viel Zucker! Yummie! Und das Croissant war auch super! Wenigstens war da wirklich Schokolade drin. Julien hat's innerhalb von 30 Sekunden schon gegessen, wow, beeindruckend! Wir entscheiden uns, mal die Medina zu besuchen. Die Architektur soll toll sein, und Handwerkermärkte soll's auch haben. Auf geht's. Wir kommen an, kein Schwein umen, auch nicht auf dem Parkplatz! Ohje. Naja, wir schauen trotzdem mal. Wir müssen Eintritt zaheln (war ja klar!) und da sind wir auch schon. Es ist wirklich hönnen schön gebaut. Mega eindrücklich. Aber komplett tot! Keine Menschenseele. Die Handwerker dort (haben genau 3 gesehen) wollen uns ihre Sachen andrehen. Nenei mersi. Wir schlendern weiter und merken bald, dass das wohl ein Reinfall war. Es ist zwar wirklich sehr schön hier, aber eben, ausgestorben. Keine Ahnung ob hier nur im Sommer etwas läuft, oder was hier gerade los ist. Mit 100 Fotos mehr, trotten wir wieder Richtung Ausgang. Da hält uns so ein Handwerker auf und sagt, wir sollen doch mal schauen, was er so macht. Figuren aus Lehmstein. Wow. Also beeindruckend ist es ja schon, was man alles aus soeinem Stein machen kann. Er erklärt uns jede Figur, was sie darstellen soll und dass er das Handwerk von seinem Vater gelernt hat. Mir wette trotzdäm nüt choufe, mersi. Wo wir uns endlich losreissen können, beschliessen wir, den Rückweg anzutreten, mal wieder Richtung Agadir. Keine Ahnung was wir jetzt machen sollen. Wir fahren echli in der Gegend umen und beschliessen dann, noch zur Strandpromenade zu gehen. Ja bei diesem Wetter ist das wohl nicht so spektakulär hier, aber was wollen wir anders machen? Wir schlendern kurz, setzen uns dann auf die Mauer und schauen aufs Meer. So ein Typ kommt und will uns eine Jetski-, Kamel- oder sonst eine Tour aufdrängen. Höflich wie Julien ist, schaut er sich zwar die Angebote an, will aber eigentlich gar nicht. "You need some Haschisch?" Uuh nä-äh. "kokain?" Eehh neii?! "viagra?" Hallo? Nei mir möchte nüt! Komischer Typ, so schnell wie er da war, war er auch wieder weg. Wir sehen den Sinn nicht so ganz, noch weiter auf der Promenade zu laufen, sieht ja eh alles gleich aus. Wir gehen zurück zum Auto und treten den Heimweg an.
Zurück im Apartement müssen wir erst mal etwas zu Essen einkaufen. Heute soll's wiedermal Pasta geben. Wir packen alles ein und gehen zum Apartement. Julien schmeisst den Herd an. Mist, wir haben meine Güetzi vergessen, ob wir sie bezahlt, oder gar nicht auf die Theke gelegt haben, weiss ich nicht mehr. "Wo hesch du d Pasta häre dah?" Phu, irgendwo auf dem Kühlschrank. Nein, ist sie nicht. Haben wir jetzt tatsächlich die Pasta im Laden liegen gelassen?? Bitte nicht! I hami soooooo uf Pasta gfröit!!!! Frustriert muss halt Couscous reichen! I wott ke Couscous!! I wott Pasta!!! Das Essen scheisst mich gerade hueren an! Aber irgendetwas muss ich ja essen. Macht keine Freude, lasse die Hälfte stehen und mampfe frustriert noch Cornflakes. Sone schissdreck! Nerft mich grad hönnen!!  Ich war sowiso schon den ganzen Tag echli generft, weil Agadir doch nicht so toll war, wie wir gehofft haben und jetzt kann ich nichtmal meine Pasta essen!!! Der schlimmste Tag in diesen Ferien! Wie frustrierend! Tja, auch dieser Tag ist nun zu Ende.
Morgen soll's nochmal schön werden und 30 Grad. Ob das stimmt? Wir werden seh'n ihr werdet lesen.

In der Medina von Agadir

Seht ihr, kein Mensch unterwegs


Das war unser Ausflug in die verlassene Medina von Agadir...

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Surfen trotz Regen, hardcore

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Wir sind wieder auf den Beinen. Wir haben die Poulet-Epidemie überstanden! Gestern waren wir für gar Nichts zu gebrauchen. Ich erzähl trotzdem noch echli.
Irgendwann, als es mir gerade ziemlich schlecht ging und Julien geschlafen hat (hat er eigentlich den ganzen Tag), hat der Pizza "Friend" wieder geklopft. Ich hatte gar keine Lust aufzumachen, aber er hat mich leider am Fenster stehen sehen. Ich habe die Türe aufgemacht und er hat sofort nach "le Monsieur" gefragt. Schlaues Kerlchen, Julien hat ihm schon zweimal etwas abgekauft, warum nicht noch ein drittes Mal. "Non non, nous sommes malade" gang wieder! "Malade?" Oui oui malade, fahr app!! "La pharmacie blablabla" ja mersi i weiss wo d Pharmacie isch, gang bitte. "Vous voulez du Pizza?" Boah di Ärnst?! Mir geiz himmuelend, GANG WÄG!! Ich hab's irgendwie geschafft, ihn abzuwimmeln. Hallalujah! Da sagt man, man ist krank und er will dir Pizza verkaufen?!?! Dumme Cheib! Irgendwann am Abend haben wir gemerkt, dass wir wohl über den Berg sind. Endlich! Das Erste was Julien in den Sinn kommt, ist Cola abenläären und Salzbrätzeli in sich inenstopfen! Wie kann er schon wieder so inenschuflen?! Mir ist noch gar nicht nach Essen, aber immerhin geht's uns besser.

Heute Morgen sind wir natürlich mit einem Bärenhunger aufgewacht. Aber ich habe mich nicht so richtig getraut, etwas zu essen. Wir essen ein bizzeli Brot und fragen uns dann, was wir heute machen wollen. Es ist draussen nicht so schönes Wetter, wie gestern. Bewölkt, Regen und Wind. Naja. Wir beschliessen, mal die Surfbretter zu packen und die verschiedenen Spots abzuklappern. Vielleicht kann man ja trotz schlechtem Wetter irgendwo surfen ("ein Hardcore surfer surft bei jedem Wetter" aha). Ich habe nicht gerade hönnen Warm dussen, aber das liegt am Wind. Wir fahren mal los und halten an einigen Spots an. Oberprofi Julien sagt, dass es nicht gut ist. Fast überall zu viel Wind und keine guten Wellen (also ich hätte überall surfen können, brauche ja nur Weisswasser). Wir checken noch den Boilers Point ab. Kein Schwein im Wasser. Die Wellen sehen nicht schlecht aus, aber für mich ist's sicher nichts, da es nur so von Felsen wimmelt, und ich habe keine Lust auf soeinem aufzulaufen.
Dann cheren wir wieder um und fahren mal in die andere Richtung. Zum Banana Beach. Es hat jetzt fest angefangen zu rägnen. Am Banana Beach hat es zwei drei vereinzelte Anfänger, die da so chli im Wasser umengurken. Passt uns doch nicht. Wir fahren über Stock und Stein ein bizzeli weiter vom Banana Beach weg. Da kommen wir zu einem anderen Strand, wo es viele Surfer, Anfänger und auch Fortgeschrittene im Wasser hat. Hier bleiben wir. Och mennoo! Jetzt muss ich bei diesen Temperaturen auch noch meinen feuchten Neopren anziehen (nein er ist auch nach einem Tag trocknen nicht trocken!!). Das scheisst mich also scho echli an! Ich tu's aber trotzem, schliesslich ist das meine letzte Möglichkeit, noch mit dem gemieteten Brett zu surfen (muss es heute abgeben). Ihgitt ihgitt! Ich bin genervt, es isch chaut!! Im Wasser bekomme ich sicher warm. Ha! Denkste! Das Wasser ist für meine Verhältnisse auch zu kalt, und es tschuderet mich schon, wenn ich nur meine Füsse drin habe. Da muss ich jetzt durch! Julien paddelt weiter raus, wo die grösseren Wellen kommen. Ich halte mich an meine gebrochenen Weisswasserwellen. Ich schlage mich gar nicht mal so schlecht. Wie immer verspühlts mich mehrere Male, weil ich alben nicht so gut einschetzen kann, wann die Welle bricht, und dann tut sie's direkt über mir. Na toll. Es ist kalt, ich habe literweise Wasser geschluckt, die blöde Leine vom Brett wickelt andauernd um meine Beine und ich hänke immer zwischen den Zäiehn iih, hueren müehsam gopf! Ich gebe natürlich nicht so schnell auf und probiere weiter. Julien kann auch paar Wellen surfen und ich bin beeindruckt, ich möchte auch ewig da ussen dümpeln und dann die perfekte Welle verwütschen. Irgendwann wird's mir definitiv zu kalt! Ich will raus. Zuert müssen aber noch ein paar Fotos geschossen werden. Will diese Erinnerungen ja festhalten. Julien kommt nach gefühlten 100 Jahren mal aus dem Wasser und holt seine Kamera. So seelenruhig wie er da ufenstapft. I HA CHAUT! Mach mau! Dumdidumdidum. Ich hüpfe wie eine Irre im mein Surfbrett herum, um irgendwie warm zu bekommen. Nützt nichts. Chumm schooo!!!! Endlich schlendert Monsieur auch mal wieder den Weg hinunter. LOOOOS!!!!! Ich stürze mich wiederwillig nochmal in die Wellen. Julien macht Fotos, das kann er nähmlich gut! So und jetzt ganz schnell ins Auto, nach Hause und unter die warme Dusche! Schnell die Sachen in den Rucksack stossen. Wo ist der Hausschlüssel?! I bechume e Kriese i verfrühre (eigentlich war's gar nicht so kalt, aber ich bin ein Gfröhrli). In Juliens Jeans welche sich im Rucksack befinden. Schnell die Stäge abenseklen, nume nid umgheie! Chaut chaut chaut chaut! Schlüssel suchen, Kriese kriegen, Tür auf, Sachen inenschmeissen und unter die Warme Dusche. Aaaahh!! Das tut gut! Jetzt schnell warm anlegen! Wir fahren mit dem Auto 200m (Achtung: Schätzung!) weiter um mein Surfbrett zurück zu bringen. Wir müssen doch tatsächlich noch zahlen, für dass wir nur 2min dieses Brett abgeben wollen!!!! Müehsam di Parkplatzwächter! Wir geben das Brett zurück und wollen dann, endlich, nach ewig langer Zeit, etwas Richtiges essen. Wir bringen schnell das Auto zurück und machen uns auf den Weg zum Restaurant "Le Spot" (TripAdvisor hat gesagt, ist gut und günsig). Ich bestelle eine Pizza Margherita, Julien eine Pizza Napoletana (er bestellt immer die und sagt dann, er habe sie eigentlich gar nicht so gern, Logik??). Wir mampfen und es tut gut, mal wieder etwas Richtiges zu essen. Vollgefressen machen wir uns wieder auf den Weg zum Apartement. Jetzt setzen wir uns noch es bizzeli aufs Sofa. Vielleicht noch eine Runde UNO? Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Ich am Weisswassersurfen, wie spektakulär!

So tun, als würde man gerade aus dem Wasser kommen

Boilers Point (xehsch d Felse?!)

Wie nostaligisch. (Ist das das richtige Wort?)

Dienstag, 25. Oktober 2016

Flachliegen, den ganzen Tag

Dienstag 25. Oktober 2016

Jap, uns hat's erwischt! Wir liegen mit Übelkeit und übertriebenen Magenkrämpfen flach! Wir haben den ganze Tag nichts gemacht, ausser geschlafen und versucht, die Schmerzen zu ertragen. Ich bin noch schnell ins Lädeli, Cola, Brot und Salzstängeli kaufen. Das Poulet von gestern, war wohl nicht mehr ganz so gut, wie wir dachten. Tja, selber Schuld. Momentan ist es ganz okay, aber wer weiss, wie's in 20min aussieht... Wenn's morgen nicht besser ist, gehen wir mal in die Apotheke und im aller schlimmsten Fall, fahren wir auf Agadir zum Arzt. Wir glauben zwar beide, dass das nicht nötig sein wird.
Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

(Heute nur ein kurzer Blog, weil es nicht mehr zu erzählen gibt.. :P )

Montag, 24. Oktober 2016

Surfen, umengurken und kleine Hundewelpen

Montag, 24. Oktober 2016

Heute war wieder einer von den ruhigeren Tagen.
Wir sind nach dem Zmorge aufgebrochen zum Banana Beach, dort hat's ja letzes Mal gut geklappt mit surfen. Heute ist es weniger warm und das Wetter eher bewölkt. Die Vorstellung, dass ich mich in meinen feuchten Wetsuit  zwängen muss, grüselet mich ein bizzeli, aber Surfprofi Julien meint, das werde jetzt immer so sein. Noch etwas woran ich mich gewöhnen muss, mann! Wir steigen ins Auto und siehe da, das Lämpli brönnt IMMERNOCH. Wir müssen uns langsam etwas überlegen... Naja, jetzt gehen wir erst mal surfen. Am Banana Beach angekommen, merken wir, dass es nicht so viele Leute hat, stört mich überhaupt nicht. Muss mir ja nicht jeder zuschauen wie's mich verspühlt. Höhö. Nun muss ich mich überwinden, und den Wetsuit anziehen. Geht schon besser als das erste Mal. Ha! Ich mit meinem überdimensionalgrossen Brett auf dem Kopf (so hatts weniger Windwiederstand, ich Fuchs!) und Julien mit seinem gäbigen chliinen Brett, stapfen wir richtung Wasser. Los geht's. Heute klappts ausgesprochen gut! Okay, natürlich werde ich mehrere Male vom Brett gemüpft, aber ich kann bestimmt jede 2. Welle gut surfen! Julien will weiter raus, dort wo die grossen Wellen kommen. Er geht am gleichen Ort ins Wasser wie ich und 2 Minuten später, hat es ihn schon 50m abgespüt. Die Stömung ist hönnen stark! Es schrisst richtig! Ich surfe da noch weiter echli meine Weisswasserwellen und bin ganz zufrieden mit meiner Leistung! Irgendwann kommt Julien wieder auf meine Höhe gelaufen. Wird nicht's. Man hat gar keine Chance, weiter raus zu kommen. Er leistet mir im Weisswasser nich etwas Gesellschaft und wir tauschen auch noch Bretter. Ja das ist unfair! Seins ist viel leichter und man kanns gut unter den Arm klemmen. Würde auch so lässig durch die Gegend stapfen, wenn ich soeins hätte. Aber mit dem ist's gar nicht so einfach! Aber ich kann immerhin schon Wellen nehmen und mich auf dem
Bauch zum Strand leiten lassen. Probiere auch ein paar mal aufzustehen, aber den Dreh hab ich noch nicht so raus. Julien wird's irgendwann langweilig. Kein Wunder, wenn man sich grössere Wellen gewohnt ist, das fägt natürlich scho echli mehr als das hier. Ich fand's trotzdem toll. Aber weil ich so eine tolle Freundin bin, stimme ich zu, noch nöimen anders einen Spot zu suchen. Es luftet hönnen, und ist kalt wenn man aus dem Wasser kommt. Beim Auto behalten wir den Wetsuit gleich an, müssen ihn ja dann eh wieder anziehen, wenn wir einen geeigneten Spot gefunden haben. Leichter gesagt als getan. Ich kenn mich überhaupt nicht aus, deshalb überlasse ich das Julien. Wir kommen an einen Spot, wo's nicht schlecht aussieht. Wir schauen vom Auto aus zu. Irgendwann wird's mir wirklich zu kalt und ich möchte von Julien eine Entscheidung. Er kann sich aber nicht so richtig entscheiden (diese Entscheidungskrankheit haben wir beide). Er beschliesst, dass wir noch weiter schauen. Auf dem Weg entscheidet Julien, dass wir zuerst ins Apartement gehen, einen Moment warten und dann nochmal schauen. Gesagt, getan. Das Brett muss wieder die Treppe runter. Ufen ist ja noch gegangen! Aber aben ist hönnen müehsam. Hatte heute Morgen Muskelkater und habe mich gefragt obs vom Paddeln kommt, falsch, es kommt vom Brett tragen, wie traurig. Julien liegt dussen auf den Liegestuhl und ist sofort eingeschlafen. Armes Ding, er ist müed. Ich setzte mich mit meinem Buch auf einen Stuhl und lese. Dann kommt unter unserem Balkon ein Typ zum Vorschein, gefolgt von einem kleinen Welpen, ein Streuner. Der Typ gibt ihm etwas Wasser und stellt ihm Brot und Butter hin (was will der Hund denn mit Brot und Butter ?! Der braucht doch Fleisch!). Der Welpe sieht nicht so fit aus und ist ganz mager und wackelig auf den Beinen. Wie ich vermutet habe, schenkt er dem Brot nicht so viel Interesse. Er tut mir leid :( armes Ding, bist ja noch viel zu klein, um alleine für dich zu sorgen. Er kommt nichteinmal den Absatz ufen zur nächsten Steinplatte. Ohje. Der ist hönnen härzig!
Ich lese weiter, bis Julien mal aufwacht. Er beschliesst, dass wir noch den Anchor Point abchecken. Machen wir. Mir ist langweilig. Beim Anchor Point angekommen, hat es viele Surfer im Wasser, scheint also gut zu sein. Julien schaut lange zu und ich auch. Dann gehen wir wieder. Wieder im Apartement gurken wir echli umen und chillen eine Runde. Nichts spektakuläres. Wir müssen noch etwas vom Lädeli haben. Also machen wir uns auf den Weg. Mit unseren Einkäufen laufen wir wieder Richtung Apartement, da kommt uns unser Pizza"Friend" entgegen. "Bonjour Monsieur, à toute à l'heure" ohje, bitte nicht! Im Apartement setzen wir uns noch auf den Balkon. Es geht nicht lange, da kommt der Pizza"Friend" unten an unseren Balkon, wir haben ihn wohl nicht klopfen gehört. Nenei mersi, chasch wieder gah. "Demain?" Nenei, morn oh nid danke! ADEEE!!!
Zeit fürs Znacht. Es gibt Poulet mit Couscous. Yummie! Nach dem Znacht gurken wir immernoch umen. Immernoch nichts spektakuläres. Plötzlich sagt Julien vom Balkon "muesch mau cho luege!" Ohje, was kommt jetzt? Die Flut ist so stark, dass die Wellen bis unter unseren Balkon kommen. Der Hund! Wo ist der kleine Hund! Das ist gerade das Einzige was mich interessiert. Ich kann nur hoffen, dass er sich an einen sicheren Ort verzogen hat, nicht dass ihn die Flut noch mitreisst. Es stinkt hönnen und das zieht's in unser Apartement. Ihgitt! Wo ich da so den Hund suche, sehe ich links neben mir an der Wand eine ganze Kakerlakenbande, ach du scheisse. Ich sekle schnell inen und mache die Türe zu, will ja nicht dass die am Ende noch bei uns drinnen sind! Julien ist noch draussen auf dem Balkon. Wäh! I hasse Kalerlake!! Wir spielen noch einige Runden UNO, weil wir sonst nichts zu tun haben. Wir gehen zwar immer einkaufen, aber immer wenn wir am Abend Lust auf etwas haben, haben wir doch nichts Brauchbares da!! Das ist ärgerlich! Morgen müssen wir das änderen.
Ob der Surf morgen besser wird?
Wir werden seh's ihr werdet lesen!

Steht mir, dieser Wetsuit, oder?

Anchor Point, ja man sieht viel, ich weiss!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Meerwasser ist salzig

Sonntag, 23. Oktober 2016

Heute haben wir ausgeschlafen, also ich, Julien ist wieder früh raus, um den Sonnenaufgang im Wasser zu erleben.
Nach einem kräftigen Zmorgen ging es auch schon los. Wir müssen für mich ein Surfbrett und einen Wetsuit (Neopren) mieten. Klappt alles tip top. Ein riesiges gelbes Brett, so gross habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Naja ich bin ja Anfänger, ich brauch das (laut Oberprofi Julien). Das Surfboard aufs Dach gepackt fahren wir auch schon los. Der Panorama point ist mal unser erstes Ziel, nur mal schauen wies aussieht.
Wir kommen an und schon kommt einer in einer gelben Weste cho z'seklen. Zahlen. Nenei wir wollen nur mal luegen. Aha, okay. Wir stellen das Auto ab und wollen mal auf der Karte schauen, wo wir etwa sind. Da kommt schon der nächste Dude in gelbem Jäckli. "Just watching, only 2 minutes." Er versteht uns offensichtlich nicht. Mit Händen und Füssen wollen wir's ihm erklären, dann trottet er davon. Verstanden hat ers wohl immer noch nicht ganz. Egal. Wir beschliessen noch weiter zu fahren, zum Banana Beach, ein weiterer Surfspot für Anfänger. Über Stock und stein fahren wir auf holprigen Landstrassen. Da wird mir fast schlecht. Ob unser Peugeot das mag? Das Lämpli brönnt übrigens immernoch... Endlich haben wir mit Mühe und Not unser Ziel erreicht. Jetzt heissts Wetsuit anziehen, das gibt ein Kampf. Ich schaffe es, mich in die Beine hineinzuzwängen. Julien schaut mich an und sagt mit einem Grinsen im Gesicht: "du hesch e Backzip, dr Rissverschluss mues hinger sii" Na toll! Wieder usenzwängen und umdräihen. Hueren müehsam! Julien amüsiert sich offensichtlich sehr darüber, wie ich auf einem Bein hüpfend versuche, in das enge Ding hineinzukommen. Mersi! Endlich bin ich bis zum Bauch drin. Wir schnappen die Bretter und laufen los zum Strand. Das hueren Brett ist riesig, ich kann es fast nicht häben, meine Arme sind zu kurz! Es windet und langsam nervts mich, weils im Wind immer mega umengurkt. Es ist hönnen müehsam! Am Strand ziehen wir den Wetsuit komplett an, ich fühle mich irgendwie eingeengt... Das muss aber so sein. Ab ins Wasser. Ich bin etwas unbeholfen mit dem überdimensionalgrossen Board, aber ich schaff das. Irgendwann sind wir genug weit im Wasser und Julien sagt mir, worauf ich schauen muss. Ich probiers grad bei der ersten Welle... War nichts, hueren verspüelt und alles Wasser in der Nase! Julien muss lachen, kann passieren. Daran muss ich mich wohl jetzt gewöhnen. Das Sauz brönnt hönnen in den Ougen gopf! Mein Haargummeli habe ich auch schon verloren. Hoffnungslos. Julien muss helfen. Er tut sein Surfboard raus und hilft mir, durch die Wellen zu gelangen. Ich bin wohl nicht so der Profi, verspühlt mich immer wieder und ich habe sicher schon 5 Liter Salzwasser geschlückt. Wir gehen raus und Julien erklärts mir auf dem Trockenen. Okay, alles klar, jetzt muss ich's nur noch im Wasser umsetzten. Wo wir herausgefunden haben, wie weit ich aufs Brett liegen muss, dass es mich nicht vorne überengheit, schaffe ich es doch tatsächlich, mich von einer Welle Richtung Strand treiben zu lassen. Hönnen fägig! Aufstehen kann ich jedoch noch nicht wirklich. Nach mehreren Versuchen, und weiteren 5 Liter Wasser, gelingts mir doch noch, auf dem Brett aufzustehen! Yess!! Ich bin doch nicht unfähig! Julien kann sein Board wieder holen und selber echli im Wasser dümplen. Ich probiere es immer wieder und hier und da erwische ich eine Welle. Ha! Aber ich werde auch mindestens so viele male vom Brett geworfen und verspühlt. Gehört halt dazu. Nach mehreren Stunden flachen die Wellen immer mehr ab und wir beschliessen, es für heute sein zu lassen. Ich bin erschöpft. Das ist keiben anstrengend dieses surfen! Danke Julien, dass du so viel Geduld mit mir hattest (also schlecht habe ich es ja nicht gemacht he!). Wir gehen zurück ins Auto. Jetzt müssen wir noch unsere wetsuits so abziehen, dass sie nicht grad mega sandig sind. Mehr oder weniger geschafft. Wir fahren zurück und jetzt muss ich irgendwie das riesen Brett noch die enge Stäge abenbringen, wird schwer. Mit Mühe und Not kommt das Ding heil unten an. Habe zwar bei fast allen Türen mit dem Brett angestossen, hoffentlich denken die nicht es hätte geklopft! Peino! Im Apartement kochen wir uns erst mal ein Teller Pasta, um uns nach diesem anstrengenden Trip zu belohnen. Dann müssen wir mal wieder kleine Sachen einkaufen. Es klopft an der Tür. Ich glaubs nicht! Der Pizzafriend! Jetzt nerft der langsam! Er hat neue Ware dabei! Müehsam! Cha dä nid eifach abfahre?? Julien kauft ihm zwei Cremeschnitte ähnliche Gebäcke ab, wieder viel zu teuer, sind sicher von vorgestern! Das nächste Mal kann er grad wieder abfahren! Der zockt uns nur ab!! Wir klappern dann noch ein paar Surfshops ab und gehen dann in ein kleines Lädeli. Alles eingekauft laufen wir nich ein wenig umher im Dorf und kommen zum grossen Strand. Da liegen tatsächlich Kamele im Sand, höh. Lustiges Bild. Die kann man mieten und mit ihnen eine Tour machen (wohin wohl, dieses Dorf ist nicht gerade gross..) zurück im Apartement können wir mal wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben! Wir spielen noch ein paar Runden Uno und dann sind wir so müde, dass wir ins Bett gehen. Julien schläft sofort. Ich Dusche noch schnell, räume chli auf (ja Mami, das kann ich manchmal auch ganz gut!) und jetzt bin ich auch im Bett.
Morgen wird wieder gesurft, oder?
Wir werden seh'n ihr werdet lesen!

Rhea und der Wetsuit
Ganz vorsichtig....


Uuuuh hoppla, Gleichgewicht halten!!

Geschafft! Yippie!

Noch schnell die High-Tech-Sonnencreme einschmieren (ja die muss weiss bleiben, laut Surfprofi Julien) und ab ins Wasser

Unglaubliche Sonnenuntergänge, direkt vom Balkon aus geniessen

Samstag, 22. Oktober 2016

Von grossen Wellen, über Kakerlaken zu Katzen mit halben Ohren

Samstag, 22. Oktober 2016

Heute war kein so produktiver Tag. Ich verzelle es trotzdem, ob ihrs wollt oder nicht.
Am Morgen haben wir gezmörgelet, mit Gummibrot und Cornflakes. Dann sind wir aufgebrochen, zum Surfspot in Tamri. Ich habe beschlossen, heute noch kein Surfboard zu mieten, macht wohl nicht so viel Sinn. Wir fahren also los, das Lämpli brönnt immernoch, mischt! Wunderschöne Aussicht und bestimmt eine schöne Töffstrecke (Gruss an meinen Papi und Onkel Igor). Wir sehen, wie an verschiedenen Stellen die Wellen mega schön hereinbrechen (gut ich kenn mich damit nicht so aus, aber Julien gheit fast überen). Wir fahren und fahren und irgendwann, wo wir so langsam ins Innere des Landes fahren, merken wir, dass wir wohl zu weit sind, also kehren wir wieder um. Julien hat auf seinem Handy das magische Seegras gefragt, wos durchgeht zum Spot und wir sehen einen kleinen Weg auf der Karte. Dä müessemer näh. Also alles wieder zurück. Wir verpassen den Weg doch tatsächlich nochmal, weil wir einfach zu spät reagiert haben. Also wieder umkehren. Dieser Weg ist glaube ich nicht gerade für unser Auto gemacht, bzw. ist unser Auto wohl nicht für diesen Weg gemacht (zudem brennt noch so ein hueren Warnlämpli wo keiner weiss was wir damit sollen!). Wir nehmen den Weg trotzdem und kommen tatsächlich zum Spot. Julien kanns kaum erwarten und ist ganz hippelig. Am Strand vorne breite ich mal mein Tüchli aus, weil ich kann ja nicht ins Wasser, also ich kann ja nicht surfen. Die Wellen brätschen nur so inen und ich frage mich, ob Julien das überlebt... Ich überlege mir, ob ich noch den Emergency Call von Marokko googlen soll, im Falle ich ihn nichtmehr auftauchen sehe. Nein nein der kann das schon! Julien zwängt sich in seinen Neopren und ich pflanze mich mal auf das Tüchli. Das Surfbrett unter den Arm geklemmt marschiert er los, richtung Wellen. Ich kann gar nicht zueluegen, mir ist das nicht so geheuer. Er schmeisst sich ins Wasser und paddelt los. Eine Welle nach der anderen lässt ihn verschwinden, aber er taucht immer wieder auf, das ist beruhigend. Er kann das. Irgendwie kommt er aber nicht vom Fleck. Er kommt wieder aus dem Wasser und meint, das sei blöd, weils ihn immer mehr zu den Felsen abtreibt, echli gfährlech he. Nach einem weiteren Versuch kommt er wieder aus dem Wasser, zu anstrengend. Wir liegen da noch eine halbe Stunde (länger kann man sowiso nicht rumliegen mit Julien. Dem wirds immer grad längwilig). Dann fahren wir wieder zurück nach Taghazout. Dort machen wir Rührei um uns zu stärken. Julien will aufs WC, aber neben dem Spühlknopf hat es sich eine Kakerlake auf dem Rücken gemütlich gemacht (ist wahrscheinlich tot). Julien findet es mega grusig und von mir wollen wir schon gar nicht reden. Ich überrede ihn, sie usen zu tun. Er nimmt das Karton von der Pizza und macht sich an die Arbeit. Plötzlich schreit er laut und secklet aus dem WC in die Stube. "Wääh!!! Di Sou isch usenandgheit! Oh mein Gott, das Souviech!" Ich kann mich nicht mehr halten vor Lachen. "Was usenandgheit??" "I WEISS DOCH NID! Die gheie viellech eifach usenand!!" Er ist ganz aufgebracht und ich kann mich nicht von meinem Lachanfall erholen. Er schaffts dann trotzdem noch, sich zu überwinden und das grüselige Ding vom Balkon zu schiessen! Ihn tschuderets und ich muss geng noch lachen!
Vor unserem Balkon haben sich jetzt mehrere Surfer im wasser versammelt, muss gut sein. Julien geht das grad testen und kann glaub sogar par Wellen surfen. Ich plegere noch auf dem Liegestuhl, mit meinem Buch. Es wird langsam heiss. Julien kommt irgendwann mal zurück und wir luegen zusammen noch echli den Wellen zu. Es klopft an der Tür. Ohjemine! Wer ist das wohl. Ich gehe schauen und es ist irgend ein Typ der einen Mohamed sucht. Ja nei dä wohnt hie nid. Er geht. Adjeu. Wir sitzen noch echli auf dem schönen Balkon und plötzlich klopfts wieder. Ernsthaft?! Julien macht auf und es ist unser Pizzafriend von gestern. Nenei mir wei ke Pizza, mir choche säuber. Er versteht uns nicht. Er tippt auf seinem Handy etwas ein, " "8:00pm" ah da will er das Essen bringen, neinein, wir wollen keine Pizza! Er zeigt mir einen Fisch und schaut mich fragend an. Nei e Fisch möchti oh nid danke. Nonon, c'est bon, rien à manger. Ich glaub er hatts verstanden. Demain? Matin? 8:00am? Neii!!! Gopf! I wett nüt!! Nid izze, nid morn u di ganzi Wuche nid! "Après-demain?" NEEII!!!! (Ich bleibe natürlich freundlich, mit stets einem Lächeln im Gesicht) Er schaut noch ein wenig verwirrt, dann enttäuscht und dann verabschiedet er sicht und trottet ab. Ohje, iz ischer trurig.
Julien kocht, Couscous und Poulet. Wir essen und dann wollen wir noch UNO spielen, mit Jasskarten, weil wir wiederinmal zu blöd waren, Spiele einzupacken (ja das ist die einzige Beschäftigung die wir haben, wenn wir nicht surfen oder sünnelen). Es miaut draussen auf dem Balkon und es tönt, als wärs direkt AUF unserem Balkon. Ist es auch. Eine Katze hat sich heraufgeschlichen. Verschäuchen kann man sie nicht, di het ke Angst. Julien der Katzenkenner muss ran. "Ih nei di längi nid ah, di het öppis am Ohr" er schaut es (blöderweise) genauer an und gheit fascht überen. "Dere het es Viech z haube Ohr abbisse mann! Wäh!! Oh gott!" Er holt sich ein Joghurt und will die Katze so weglocken, funktioniert nicht. Ich kann ihn nicht inenlassen weil das Schissviech geng noch da ist und inenwill. Er muss über den Balkon und änen wieder zur Türe rein. Die Katze folgt ihm und sie scheint abgehängt. Ah nei! Doch nid. Ein riesen Schock als die Katze zur Haustüre inenwill! Wir lachen, weil wir beide so verchlüpft sind! Oh gott oh gott, was machen wir. Julien stellt ein aufgeschlagenes Ei in einem Teller vor die Tür. Die blödi Chatz frisst nüt! Als wir glauben, sie los zu sein, will Julien wieder auf den Balkon, falsch, die Katze kommt wieder und jetzt längts mir also! Ich renne mit lauten Geräuschen auf die Katze zu, (lustige Vorstellung hä!?) haue auf das Geländer und gebe ihr einen Mupf, dass sie sich verzieht. Gelungen. Endlich! Blöds Tier! Ihgitt ihgitt! Wir müssen uns abduschen, weil wir ja nicht wissen, ob das Tier ansteckende Krankheiten hat (wohl eher nicht, aber wir sind so in Panik geraten, dass wir duschen müssen). Jetzt haben wir uns etwas beruhigt und bald gehen wir ins Bett.
Morgen wollen wir für mich ein Surfbrett mieten, und mal zu den Anfängerspots fahren. Mir tut Julien jetzt schon leid, er wird viel Geduld brauchen. Hat er Geduld? Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Julien marschiert in die Wellen

Die Autos hier, parkieren gerne einfach auf dem rechten Fahrstreifen.

Schöne Sonnenuntergänge vom Balkon geniesse 

Freitag, 21. Oktober 2016

Pizza? Pizza!

Freitag 21. Oktober 2016

Um 5:45 klingelte doch tatsächlich Juliens Wecker. Ich glaub es nicht!! Ernsthaft?? I ha Ferie, lahmi lah schlafe!! Wie ich vermutet habe schaltet er ihn nicht aus, sondern drückt nur auf schlummern. Wieder schellt das Ding in einer Lautstärke! Ich stupse ihn an, dass er ihn ausschaltet! "I xeh nüt, i cha nid i xeh nüt!" Di ärnst?! Es isch dunku logisch xehsch nüt! I xeh ja oh nüt! Mein Gott! Nach 20 weiteren schrillen Weckern steht er auf. Er will schliesslich im Wasser sein wenn die Sonne aufgeht (Freak!). Ich schlafe lieber nochmal.

Später bin auch ich aufgestanden und wir Frühstücken auf dem geliebten Balkon. Ich liebe diesen Ort!
Wie wir gestern ja entschieden haben, müssen wir noch auf Agadir, einkaufen und Geld abheben. Julien fährt. Das Liechtli brennt übrigens immernoch, und wir machen uns langsam Sorgen... Ist das schlimm?! Wir wissen's nicht. In Agadir ist unser erstes Ziel, der Carrefour. Falsch überlegt, ohne Geld können wir nicht einkaufen! Mischt! Also nochmal nachschauen, wo der nächste Bankomat ist. Gefunden! Zurück zu Carrefour. Wir kaufen viel ein und doch nichts. Wir können wohl in 2 Tagen wieder gehen, egal, das Nötigste haben wir. Wir machen uns wieder auf den Rückweg. Wir kennen's langsam, ich bin stolz!
Zurück im Apartement ist für mich klar, Sünnelen! Julien ist nichtso zwäg und schläft lieber noch eine Runde (ich wäre auch müed wenn ich um viertelvor sächsi schon geweckt würde!). Ich mach's mir gemütlich auf dem Liegestuhl, mit einem Buch (Ja ich lese!!). Die Sonne brennt, doch der Wind macht's angenehm! Ich liebe diesen Ort, hab ich das schonmal gesagt??
Ca. Um 4 Uhr wecke ich Julien mal, will ja nicht dass er am Abend nicht schlafen kann, ich bin sehr fürsorglich jaja (ok, mir isch längwilig xi, na und?). Julien sagt, wir sollen mal weiterfahren, in Richtung berühmte Surfspots, dort gäb's auch Dörfer, vielleicht schöne Strände. Machen wir doch! Wir fahren und fahren und geniessen die Aussicht von den Passstrassen übers Meer. Das Lämpli brönnt geng no... Komisch... Jedesmal wenn wir den Motor starten, piiepst es. Ist das normal? Äue nid, egau! Wir steigen an manchen Stellen aus und betrachten die Surfspots und Strände von oben. Ich muss noch sagen, dass an jedem Parkplatz, egal ob offiziell oder ein Kiesplatz, ein Dude mit einer orangenen oder gelben Weste steht, dir hilft beim ein- und ausparkiern und immer Geld will. Wie Julien so schön sagt, ist dies wohl ein "selbsternanntes Business". Keine Ahnung! Aber wir merken, hier macht Keiner was für gratis. Eh ja.
Zurück im Apartement setzen wir uns noch auf den Balkon und schauen den Surfern zu, welche sich jetzt im Wasser tummeln und auf "die perfekte Welle" warten. Ich find's spannend! Mich glustets auch grad mega, aber ist sicher hönnen schwär. Ich werd's bestimmt probieren! Plötzlich, als wir da so gemütlich umengammlen, klopft es an der Türe. "Isch ds bi üs?!" "Ke ahnig, isch ds bi üs?" "Weiss doch ni! Gang mau ga luege!" Julien geht an die Tür und da steht ein Junge, etwa 15 Jahre alt (verlasst euch nicht auf meine Schätzung, laut Julien bin ich eine Niete im schätzen. Mersi.) Der Junge labert irgendwas in gebrochenem Franz, das einzige was ich verstehe ist Pizza. Pizza? Mmh, Pizza! Er schwafelt irgendwas und versucht uns mit Händen und Füssen zu erklären, was er meint. Jaja nähmemer, ke ahnig. Pain au chocolat, jaja bring mau. Mah doch nid stürme, vrstahs ja eh nid. "A toute à l'heure." Oui oui à tout he! Heimer iz e Pizza bsteut? Äue scho, momou, scho guet. Etwa eine Halbe Stunde später (äbe, Schätzungen...) klopfts wieder. Aha! Der Junge steht mit einer Pizzaschachtel und sonst noch Sachen vor der Tür. Julien lässt ihn rein und der geht doch tatsächlich in unsere Küche! "Är wott üs usroube, bis parat, viellech müessemer zueschlah". Nein nein, er nimmt einen unserer Teller, richtet Schokobrötli, Waffeln und Kuchen darauf an und stellts im Wohnzimmer auf den Tisch. I bi grad chli perplex... Häh?? Naja. Da er nicht gut Franz spricht, gibt ihm Julien seinen Block, dass er aufschreiben kann was wir zahlen müssen. Hueren tür für sone Pizza, aber herzig ist er trotzdem der Bub! Wir geben ihm ein Trinkgeld und er bedankt sich aufrichtig und geht (Danke heisst hier übrigens Shukran, bin stolz weiss ich das, jaja). Wir stehen vor dem angerichteten Tisch, und wissen nicht genau, was wir jetzt machen sollen... Wir sind beide etwas perplex. Naja. Wir essen. Ist gar nicht so schlecht, echli weni Slaz, aber wir haben ja Salz. Fertig gemampft sind wir noch immer etwas perplex... Herziger Bub. Aber er hat uns schon echli abgezockt für das znacht he. Eh ja. Znächst mau wüssemers!
Julien hat vorgeschlagen, morgen nach Tamri zu fahren, dort solls schiins gute Wellen geben. 
Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.

Schöne Surfspots auskundschaften


Surfer die im Sonnenuntergang dümplen

Das schön angerichtete "Pizzaserviceznacht"

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Traurig, verunsichert, glücklich - gemischte Gefühle

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Gestern ist doch noch was gelaufen! Unsere Friends vom Riad haben ein gemütliches Beisammensein veranstaltet, mit Turis, die sie kennengelernt haben. Ein Päärli irgendwo aus den USA und eine Chinesin aus Portland, USA. Ich sag's euch! Die Typen sind der Hammer! Quatschen, grölen, lachen, erzählen, alles zusammen.
Wir haben lange geschnurrt und gelacht, bis die Bäuche weh taten.

Am nächsten Morgen haben wir, wär hätts dänkt, verschlafen und sind viel später als wir eigentlich wollten, aus dem Haus. Wir schlendern wieder durch die Marktgässli, doch hier ist am Morgen noch nicht so viel los. Kommt noch. Wir setzten uns dann in ein Kafi und trinken Tee und Kaffee. Ich liebe den marokkanischen "Thé à la Menthe"! Wir schlendern und schlendern und geniessen noch die letzten Stunden in dieser unglaublichen Stadt. Wir lieben es hier!
Zurück in unserem Riad, warten wir, bis wir auschecken können. Ein super Typ, der Manager! Wenn ihr mal in Marrakesch seid, empfehlen wir das "Riad Elkarti"! Es lohnt sich! Dass wir nicht gerade mit komplett leerem Magen unsere Fahrt nach Taghazout antreten, wollen wir noch etwas essen. Mit unserem ganzen Bagage kämpfen wir uns durch die engen Gassen und alle Verkäufer wünschen uns "bon voyage, be save" hönnen nett! Wir setzten uns wieder in ein Restaurant und plötzlich steht unser Riad Friend vor uns. Er hat mega Fröid und fragt noch nach Facebook und verabschiedet sich ganz herzlich! Ich liebe diese Leute hier! eigentlich schon schade, gehen wir schon wieder. Wir essen gemütlich Burger und Omelette (obwohls eher ein Rührei war). Nun sind wir gestärkt für unseren Roadtrip. Wir kämpfen uns wieder mit unserem Gepäck dur die Medina und kommen zum Auto. Let's Go! Erstaunlicherweise finden wir problemlos den Weg aus Marrakesch heraus. Auch dank Juliens tollem Navi (meins hat bei der Ankunft den Test nicht bestanden und versagt, Google maps -> nicht zu empfehlen!). Wir fahren und fahren. Durch wunderbares Nirgendwo. Weit und breit nichts, ausser Sand, Staub, Hügel, Bäume, Büsche und eine einsame Strasse. Ich bin so fasziniert, dass ich nicht aufhören kann, aus dem Fenster zu starren! Wow! Etwa nach der Hälfte machen wir Halt und kaufen etwas zu Trinken und eine Glace. Ich muss fahren. Ohje, kann ich das überhaupt?? Momou geit scho. Kenn mich ja, dank unserem geliebten Fiat Panda (Gruss an Mami und Papi), aus mit kleinen herzigen Autos. Der fährt aber gut dieser Peugeaut 208. Gäbig! Wir kommen an die Stelle, wo man im Ausland zahlen muss für die Autobahn. Kann ich natürlich. Er sagt mir "soixante-deux" ich geb ihm 70. "ah non, pardon! Soixante-douze" häh was?! Wie izze? Verarsch mich nicht Freundchen! Muesi ihm iz no meh gäh?? Ke Ahnig! Die Barriere geht auf und ich fahre einfach durch. Er sagt jedenfalls nichts. "Iz heimer de d Polizei am Arsch, wüu du ihm zweni zaut hesch" Wow Julien, das ist so beruhigend! Ich fahre etwas gestresst weiter, bis wir merken, dass mit dem Surfbrett auf dem Dach (jaja wir haben es mit einem High-Tech Gadget aus Dach gebunden) etwas nicht stimmt. Etwas flattert und macht unheimliche Geräusche. Rhea muss doch tatsächlich rechts rausfahren und anhalten. Habe ich nich nie gemusst. Scheint aber alles in Ordnung zu sein und mit der Zeit lernen wir, das Geräusch zu ignorieren. Ich bin froh, als ein erneuter Fahrerwechsel ansteht. Julien lässt den Motor an "PIIEP PIIEP PIIEP" ein Lämpli brönnt, hat das vorher schon gebrönnt?? Keine Ahnung, dr Charre louft no. Ich bin trotzdem verunsichert und informiere mich in der "Gebrauchsanweisung" (sagt man glaub nicht so beim Auto, egal) was das ist. Finde das Lämpli, werde aber aus der französischen Anleitung nicht schlau, Google is my Friend, ich übersetze. Tscheggs immernoch nicht. Egal, solange das Auto nich fährt, kanns nichts tragisches sein (hoffe ich!). 
Nach gefühlten 100 Kreiseln, 200 Strassen und 1000 mühsamen Mofafahrern, landen wir ENDLICH in Taghazout! Hallelujah! Wir stellen unser Auto ab, in der Nähe wo unser Apartement sein sollte. Da kommt schon einer cho zspringen "do you need an apartement?" Nenei mir hei eis mersi. "Oh in moroco surf?" Nei Surfstay "ah with Christopher!" Ja genau! Dr Chris, dä suechemer! "Come with me, i show you" uuuuh nenei mersi! Du wosch när wieder Gäut, kennemer doch langsam! Fahrapp!! Er geht aber nicht und behauptet, er arbeite mit Chris, er habe einen Schlüssel (HATTE ER NICHT!!). Wir nehmen extra gar kein Geld mit (wir Schlaumeier!). Er führt uns in ein Haus zum Office von Surfstay. Keiner da, war ja klar. Er telefoniert und ich weiss genau, dä ghört da sicher nid drzue! Irgendwann kommt ein altes Manndli und begrüsst uns freundlich. Chris? Ke Ahnig, äuä nid. Er bedankt sich beim Anderen, wir auch und dann schnieken wir uns ins office, ohne dem Anderen Geld zu geben. Der Alte weiss wohl, wie das läuft. Toller Typ! Er erklärt uns rasch, wie es hier so funktioniert und führt uns dann zu unsrem Apartement. Wow!! Ist zwar ein einfaches, kleines Apartement, aber der Balkon!!!!! Hammer!! Direkte Sicht aufs Meer und den Surfspot! UNGLAUBLICH! Ich bin verliebt! Er verabschiedet sich von uns und wir setzten uns erst mal
Auf den tollen Balkon. Frage mal Papa nach dem Lämpli im Auto und organisiert wie er ist, googlet er und hilft, danke Papi!! Wir kommen zum Schluss, dass es wohl etwas heiss war für den kleinen Peugeaut. Naja wir schauen morgen mal, ob das Lämpli immernoch brennt (hoffentlech nid!!!).
Später beschliessen wir, dass wir noch ins Dorf müssen. Denn wir haben nichts zu essen, und Geld haben wir auch praktisch keins mehr. Da stehen doch tatsächlich streunende Hunde, Katzen und ESEL an einer Mülltonne, i cha nümm! Das habe ich ja noch nie gesehen!
Hier gibt es mehrere kleine Lebensmittellädeli, Restaurants und etwa 100 Surfshops. Wir fragen in soeinem Shop, wo wir Geld abheben können. "oh in Agadir, but don't go now, it's dangerous" Ohje, wir werden verhungeren! Nenei! Wir kratzen unser letztes Geld zusammen und kaufen etwas Znacht ih. Teigwaren mit Tomatensosse und für am Morgen zum Zmorgen, Cornflakes und Milch.
Zurück im Apartement schmeisst Julien den Herd an, es wird gegessen. Tut schon noch gut soein Znacht!
Also heisst es morgen als Erstes mal Einkaufen. Oder doch zuerst Strand und Meer? Wir werden seh'n, ihr werdet lesen!

Das schöne Nirgendwo

Die Aussicht von unserem Balkon in Taghazout

Die Wand im Eingang von unserem Riad in Marrakesch

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Haschisch aus Amsterdam, oder doch aus Marrakesch??

Mittwoch 19. Oktober 2016

Gestern Abend hatten wir die blendende Idee, noch einen Abstecher ins Neustadtviertel Gueliz zu machen. Eine ganz andere Welt! Alles so modern. Hatte zwar alles schon geschlossen, aber Leute waren trotzdem noch unterwegs. Naja, viel war nicht los.. Wir entscheiden uns noch ins "Hippe Viertel" L'Hivernage zu gehen.. Mit betonung auf GEHEN. Wir sind gelaufen! Ich bin ja schon sehr sportlich, aber 12 Stunden einfach nur herumlaufen und nie genau wissen wo man hin will, geschweige denn ist, macht mich schon ein bizzeli müde. Nach gefühlten 100 Kilometern und 200 leeren Strassen, kommen wir zu den ersten Clubs. Alles Edelschuppen, nichts für uns. Wir laufen und laufen und laufen. Irgendwann treffen wir drei Inder, die in der gleichen Situation sind, wie wir. Wurden von einem Guide abgezockt, fanden sich in der Medina nicht zurecht und suchen nun eine Bar, in der sie den Abend ausklingen lassen können... Als Nichteinheimische haben wir hier keine Chace... 1. gibt es hier nur VIP Lounges und da kommen wir mit unserer einfachen Garderobe wohl eher nicht rein. 2. wenn es Bars gäbe, wüssten wir nicht wo. Und 3. Ich bin müde.
Wir entschlossen uns wieder Richtung Medina zu laufen (sooooo viele Schritte! I gheie übere) Zurück in der Medina hat das Nachtleben voll begonnen! An jeder Ecke werden wir ganz dezent gefragt, ob wir Hasch kaufen wollen. Also ja, Julien wird gefragt! Sicher 20 mal :D wir müssen langsam grinsen, und fragen uns, ob wir wirklich so aussehen, als wollten wir Hasch kaufen.. Wir schlendern noch ein wenig durch die Strassen und setzen uns in ein kafi und trinken noch etwas. Dann machen wir uns auf den Heimweg, i bi müed. Gute Nacht

Am nächsten Morgen ist das "maison de la photographie" unser erstes Ziel, da Julien ja ein begeisterter Fotograf ist. Wir haben aber keine Ahnung wo wir genau hin müssen. Wir laufen mal los und kaufen unterwegs noch so ein Brot, wo sie überall verkaufen. Hueren fein!! Halt kein Salz, also eher süss. Auch heute werden wir an jeder Ecke gefragt, ob wir Hasch kaufen wollen, NEIN wollen wir nicht. Die nerven langsam! Weil wir Turis sind, und auch so aussehen, wollen uns alle zum Big Square, Djeema el-Fna lozen, wir wollen aber gar nicht dahin. Nenei, mersi. "The Big square is this way" jaja mir wüsses, aber nei mersi!! "No no, this way, the other way is closed" was closed, sone chäs! Lahmi lahsi "You want Haschisch?" NEI IMMERNO NID! Jeder Typ will uns irgendwo den Weg zu irgendetwas zeigen oder uns Haschisch verkaufen und wir sind langsam verzweifelt! Wir biegen einfach irgendwo ab und haben nun eindeutig die Orientientierung verloren, Mischt! Wir laufen durch leere Gassen, das ist kein gutes Zeichen, oder? Ich bekomme langsam ein mulmiges Gefühl und hoffe, wir kommen bald wieder zurück in die Zivilisation. Irgendwann, keine Ahnung wo wir durchgeirrt sind, erkennen wir einige Ecken wieder. Wir entscheiden uns, mal in ein Kafi zu hocken und uns einen Überblick zu verschaffen. Gesagt getan, wir essen noch ein Sändwitsch auf der Panoramaterasse und beschliessen dann, noch einen Anlauf zum "maison de la photographie" zu nehmen. Irgendwie, keine Ahnung wie, finden wir es! Hallelujah! Schon noch faszinierend was die da für Fotos haben. Von 1930 und so! 
Ich habe übrigens vergessen anzumerken, dass Julien an irgend soeinem komischen Marktstand eine Ledertasche gekauft hat. Der wollte uns die für 1300dh verkaufen. Viel zu teuer!! Er sagt dann, ja weil ihr Studenten seid, 950dh. Wir sagen wir kommen zurück, wir haben nicht so viel Geld dabei (natürlich gelogen). Will er nicht, wieviel wir denn haben. Irgendwas zwischen 400 und 600dh (auch gelogen! Wir hätten mehr). Wir kratzen Geld zusammen, natürlich nicht alles und bekommen die super handmade Ledertasche für 612dh guter Deal! Oder? keine Ahnung!
Wir sind nun schon einige Zeit unterwegs und werden langsam müde. Wir beschliessen, nochmal in ein Kafi zu sitzen und nochmal etwas zu trinken. Julien bestellt ein "mousse au chocolat" aber was wir bekommen, ist kein mousse au chocolat, sondern eher ein ungebackener schoggichuechen. Ich trau dem nichtso. Ist nicht grusig, aber komisch! Wir machen uns wieder auf den Rückweg zu unserem Riad.
Nach einer Tasse Thé à la Menthe wollen wir noch in die Stadt Znacht essen gehen. Wir fragen unseren Riad Friend ob er uns etwas empfehlen kann und er gibt uns einen Plan mit drei Restaurants drauf. Wir wählen eins aus und machen uns auf den Weg. Wunderschönes edles Restaurant mit wunderbarer Terrasse. Und das Essen !!!! Sooooo guet!!! Julien hat irgendwelche cotelettes, und ich poulet mit Couscous, dachte eigentlich ich habe nicht gern couscous, falsch gedacht. Isch fein! Vollgegessen begeben wir uns auf einen Verdauungsspaziergang über den Jeema el-Fna und durch die Marktgassen. Bei Nacht ist alles soooo schön. Aber jeder Verkäufer will dich in seinen Laden locken, just looking, just looking. Jaja klar, weni mau dinn bi lahter mi nümm use, weis doch wi die ticke! Wir machen uns langsam auf den Weg zurück ins Riad, morgen wollen wir früh raus und dann geht's schon weiter nach Taghazout!
Mal schauen was heute noch läuft. Eher nicht viel.
Wir werden seh'n, ihr werdet lesen. 


Aussicht von der Panoramaterrasse


Aussicht vom "maison de la Photographie"

Das undefinierbare "mousse au chocolat"

Die Terrasse von unserem Restaurant

Die Markthallen beim Djema el-Fna