Heute haben wir ausgeschlafen, also ich, Julien ist wieder früh raus, um den Sonnenaufgang im Wasser zu erleben.
Nach einem kräftigen Zmorgen ging es auch schon los. Wir müssen für mich ein Surfbrett und einen Wetsuit (Neopren) mieten. Klappt alles tip top. Ein riesiges gelbes Brett, so gross habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Naja ich bin ja Anfänger, ich brauch das (laut Oberprofi Julien). Das Surfboard aufs Dach gepackt fahren wir auch schon los. Der Panorama point ist mal unser erstes Ziel, nur mal schauen wies aussieht.
Wir kommen an und schon kommt einer in einer gelben Weste cho z'seklen. Zahlen. Nenei wir wollen nur mal luegen. Aha, okay. Wir stellen das Auto ab und wollen mal auf der Karte schauen, wo wir etwa sind. Da kommt schon der nächste Dude in gelbem Jäckli. "Just watching, only 2 minutes." Er versteht uns offensichtlich nicht. Mit Händen und Füssen wollen wir's ihm erklären, dann trottet er davon. Verstanden hat ers wohl immer noch nicht ganz. Egal. Wir beschliessen noch weiter zu fahren, zum Banana Beach, ein weiterer Surfspot für Anfänger. Über Stock und stein fahren wir auf holprigen Landstrassen. Da wird mir fast schlecht. Ob unser Peugeot das mag? Das Lämpli brönnt übrigens immernoch... Endlich haben wir mit Mühe und Not unser Ziel erreicht. Jetzt heissts Wetsuit anziehen, das gibt ein Kampf. Ich schaffe es, mich in die Beine hineinzuzwängen. Julien schaut mich an und sagt mit einem Grinsen im Gesicht: "du hesch e Backzip, dr Rissverschluss mues hinger sii" Na toll! Wieder usenzwängen und umdräihen. Hueren müehsam! Julien amüsiert sich offensichtlich sehr darüber, wie ich auf einem Bein hüpfend versuche, in das enge Ding hineinzukommen. Mersi! Endlich bin ich bis zum Bauch drin. Wir schnappen die Bretter und laufen los zum Strand. Das hueren Brett ist riesig, ich kann es fast nicht häben, meine Arme sind zu kurz! Es windet und langsam nervts mich, weils im Wind immer mega umengurkt. Es ist hönnen müehsam! Am Strand ziehen wir den Wetsuit komplett an, ich fühle mich irgendwie eingeengt... Das muss aber so sein. Ab ins Wasser. Ich bin etwas unbeholfen mit dem überdimensionalgrossen Board, aber ich schaff das. Irgendwann sind wir genug weit im Wasser und Julien sagt mir, worauf ich schauen muss. Ich probiers grad bei der ersten Welle... War nichts, hueren verspüelt und alles Wasser in der Nase! Julien muss lachen, kann passieren. Daran muss ich mich wohl jetzt gewöhnen. Das Sauz brönnt hönnen in den Ougen gopf! Mein Haargummeli habe ich auch schon verloren. Hoffnungslos. Julien muss helfen. Er tut sein Surfboard raus und hilft mir, durch die Wellen zu gelangen. Ich bin wohl nicht so der Profi, verspühlt mich immer wieder und ich habe sicher schon 5 Liter Salzwasser geschlückt. Wir gehen raus und Julien erklärts mir auf dem Trockenen. Okay, alles klar, jetzt muss ich's nur noch im Wasser umsetzten. Wo wir herausgefunden haben, wie weit ich aufs Brett liegen muss, dass es mich nicht vorne überengheit, schaffe ich es doch tatsächlich, mich von einer Welle Richtung Strand treiben zu lassen. Hönnen fägig! Aufstehen kann ich jedoch noch nicht wirklich. Nach mehreren Versuchen, und weiteren 5 Liter Wasser, gelingts mir doch noch, auf dem Brett aufzustehen! Yess!! Ich bin doch nicht unfähig! Julien kann sein Board wieder holen und selber echli im Wasser dümplen. Ich probiere es immer wieder und hier und da erwische ich eine Welle. Ha! Aber ich werde auch mindestens so viele male vom Brett geworfen und verspühlt. Gehört halt dazu. Nach mehreren Stunden flachen die Wellen immer mehr ab und wir beschliessen, es für heute sein zu lassen. Ich bin erschöpft. Das ist keiben anstrengend dieses surfen! Danke Julien, dass du so viel Geduld mit mir hattest (also schlecht habe ich es ja nicht gemacht he!). Wir gehen zurück ins Auto. Jetzt müssen wir noch unsere wetsuits so abziehen, dass sie nicht grad mega sandig sind. Mehr oder weniger geschafft. Wir fahren zurück und jetzt muss ich irgendwie das riesen Brett noch die enge Stäge abenbringen, wird schwer. Mit Mühe und Not kommt das Ding heil unten an. Habe zwar bei fast allen Türen mit dem Brett angestossen, hoffentlich denken die nicht es hätte geklopft! Peino! Im Apartement kochen wir uns erst mal ein Teller Pasta, um uns nach diesem anstrengenden Trip zu belohnen. Dann müssen wir mal wieder kleine Sachen einkaufen. Es klopft an der Tür. Ich glaubs nicht! Der Pizzafriend! Jetzt nerft der langsam! Er hat neue Ware dabei! Müehsam! Cha dä nid eifach abfahre?? Julien kauft ihm zwei Cremeschnitte ähnliche Gebäcke ab, wieder viel zu teuer, sind sicher von vorgestern! Das nächste Mal kann er grad wieder abfahren! Der zockt uns nur ab!! Wir klappern dann noch ein paar Surfshops ab und gehen dann in ein kleines Lädeli. Alles eingekauft laufen wir nich ein wenig umher im Dorf und kommen zum grossen Strand. Da liegen tatsächlich Kamele im Sand, höh. Lustiges Bild. Die kann man mieten und mit ihnen eine Tour machen (wohin wohl, dieses Dorf ist nicht gerade gross..) zurück im Apartement können wir mal wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben! Wir spielen noch ein paar Runden Uno und dann sind wir so müde, dass wir ins Bett gehen. Julien schläft sofort. Ich Dusche noch schnell, räume chli auf (ja Mami, das kann ich manchmal auch ganz gut!) und jetzt bin ich auch im Bett.
Morgen wird wieder gesurft, oder?
Wir werden seh'n ihr werdet lesen!
Geschafft! Yippie!





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen