Wir sind wieder auf den Beinen. Wir haben die Poulet-Epidemie überstanden! Gestern waren wir für gar Nichts zu gebrauchen. Ich erzähl trotzdem noch echli.
Irgendwann, als es mir gerade ziemlich schlecht ging und Julien geschlafen hat (hat er eigentlich den ganzen Tag), hat der Pizza "Friend" wieder geklopft. Ich hatte gar keine Lust aufzumachen, aber er hat mich leider am Fenster stehen sehen. Ich habe die Türe aufgemacht und er hat sofort nach "le Monsieur" gefragt. Schlaues Kerlchen, Julien hat ihm schon zweimal etwas abgekauft, warum nicht noch ein drittes Mal. "Non non, nous sommes malade" gang wieder! "Malade?" Oui oui malade, fahr app!! "La pharmacie blablabla" ja mersi i weiss wo d Pharmacie isch, gang bitte. "Vous voulez du Pizza?" Boah di Ärnst?! Mir geiz himmuelend, GANG WÄG!! Ich hab's irgendwie geschafft, ihn abzuwimmeln. Hallalujah! Da sagt man, man ist krank und er will dir Pizza verkaufen?!?! Dumme Cheib! Irgendwann am Abend haben wir gemerkt, dass wir wohl über den Berg sind. Endlich! Das Erste was Julien in den Sinn kommt, ist Cola abenläären und Salzbrätzeli in sich inenstopfen! Wie kann er schon wieder so inenschuflen?! Mir ist noch gar nicht nach Essen, aber immerhin geht's uns besser.
Heute Morgen sind wir natürlich mit einem Bärenhunger aufgewacht. Aber ich habe mich nicht so richtig getraut, etwas zu essen. Wir essen ein bizzeli Brot und fragen uns dann, was wir heute machen wollen. Es ist draussen nicht so schönes Wetter, wie gestern. Bewölkt, Regen und Wind. Naja. Wir beschliessen, mal die Surfbretter zu packen und die verschiedenen Spots abzuklappern. Vielleicht kann man ja trotz schlechtem Wetter irgendwo surfen ("ein Hardcore surfer surft bei jedem Wetter" aha). Ich habe nicht gerade hönnen Warm dussen, aber das liegt am Wind. Wir fahren mal los und halten an einigen Spots an. Oberprofi Julien sagt, dass es nicht gut ist. Fast überall zu viel Wind und keine guten Wellen (also ich hätte überall surfen können, brauche ja nur Weisswasser). Wir checken noch den Boilers Point ab. Kein Schwein im Wasser. Die Wellen sehen nicht schlecht aus, aber für mich ist's sicher nichts, da es nur so von Felsen wimmelt, und ich habe keine Lust auf soeinem aufzulaufen.
Dann cheren wir wieder um und fahren mal in die andere Richtung. Zum Banana Beach. Es hat jetzt fest angefangen zu rägnen. Am Banana Beach hat es zwei drei vereinzelte Anfänger, die da so chli im Wasser umengurken. Passt uns doch nicht. Wir fahren über Stock und Stein ein bizzeli weiter vom Banana Beach weg. Da kommen wir zu einem anderen Strand, wo es viele Surfer, Anfänger und auch Fortgeschrittene im Wasser hat. Hier bleiben wir. Och mennoo! Jetzt muss ich bei diesen Temperaturen auch noch meinen feuchten Neopren anziehen (nein er ist auch nach einem Tag trocknen nicht trocken!!). Das scheisst mich also scho echli an! Ich tu's aber trotzem, schliesslich ist das meine letzte Möglichkeit, noch mit dem gemieteten Brett zu surfen (muss es heute abgeben). Ihgitt ihgitt! Ich bin genervt, es isch chaut!! Im Wasser bekomme ich sicher warm. Ha! Denkste! Das Wasser ist für meine Verhältnisse auch zu kalt, und es tschuderet mich schon, wenn ich nur meine Füsse drin habe. Da muss ich jetzt durch! Julien paddelt weiter raus, wo die grösseren Wellen kommen. Ich halte mich an meine gebrochenen Weisswasserwellen. Ich schlage mich gar nicht mal so schlecht. Wie immer verspühlts mich mehrere Male, weil ich alben nicht so gut einschetzen kann, wann die Welle bricht, und dann tut sie's direkt über mir. Na toll. Es ist kalt, ich habe literweise Wasser geschluckt, die blöde Leine vom Brett wickelt andauernd um meine Beine und ich hänke immer zwischen den Zäiehn iih, hueren müehsam gopf! Ich gebe natürlich nicht so schnell auf und probiere weiter. Julien kann auch paar Wellen surfen und ich bin beeindruckt, ich möchte auch ewig da ussen dümpeln und dann die perfekte Welle verwütschen. Irgendwann wird's mir definitiv zu kalt! Ich will raus. Zuert müssen aber noch ein paar Fotos geschossen werden. Will diese Erinnerungen ja festhalten. Julien kommt nach gefühlten 100 Jahren mal aus dem Wasser und holt seine Kamera. So seelenruhig wie er da ufenstapft. I HA CHAUT! Mach mau! Dumdidumdidum. Ich hüpfe wie eine Irre im mein Surfbrett herum, um irgendwie warm zu bekommen. Nützt nichts. Chumm schooo!!!! Endlich schlendert Monsieur auch mal wieder den Weg hinunter. LOOOOS!!!!! Ich stürze mich wiederwillig nochmal in die Wellen. Julien macht Fotos, das kann er nähmlich gut! So und jetzt ganz schnell ins Auto, nach Hause und unter die warme Dusche! Schnell die Sachen in den Rucksack stossen. Wo ist der Hausschlüssel?! I bechume e Kriese i verfrühre (eigentlich war's gar nicht so kalt, aber ich bin ein Gfröhrli). In Juliens Jeans welche sich im Rucksack befinden. Schnell die Stäge abenseklen, nume nid umgheie! Chaut chaut chaut chaut! Schlüssel suchen, Kriese kriegen, Tür auf, Sachen inenschmeissen und unter die Warme Dusche. Aaaahh!! Das tut gut! Jetzt schnell warm anlegen! Wir fahren mit dem Auto 200m (Achtung: Schätzung!) weiter um mein Surfbrett zurück zu bringen. Wir müssen doch tatsächlich noch zahlen, für dass wir nur 2min dieses Brett abgeben wollen!!!! Müehsam di Parkplatzwächter! Wir geben das Brett zurück und wollen dann, endlich, nach ewig langer Zeit, etwas Richtiges essen. Wir bringen schnell das Auto zurück und machen uns auf den Weg zum Restaurant "Le Spot" (TripAdvisor hat gesagt, ist gut und günsig). Ich bestelle eine Pizza Margherita, Julien eine Pizza Napoletana (er bestellt immer die und sagt dann, er habe sie eigentlich gar nicht so gern, Logik??). Wir mampfen und es tut gut, mal wieder etwas Richtiges zu essen. Vollgefressen machen wir uns wieder auf den Weg zum Apartement. Jetzt setzen wir uns noch es bizzeli aufs Sofa. Vielleicht noch eine Runde UNO? Wir werden seh'n, ihr werdet lesen.




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