Sonntag, 19. November 2017

Vom Surfer zum Chemifäger bis ins Flugzeug

Der heutige Blog etwas später, dafür grad eineinhalb Tage in einem (sorry für den Roman)


Am Samstag Morgen wollte Julien unbedingt nochmal surfen, für mich kein Problem. Jedoch ist er ja gestern auf sein Hangelenk gefallen und die Schmerzen sind über Nacht stärker geworden... er überlegt lange hin und her, entscheidet sich aber dann, es trotzdem mal zu probieren. Ich stehe auch auf und fange an meine Tasche zu packen und das Apartement echli aufzuräumen. Etwa eine Stunde später steht Julien wieder vor der Tür. Er konnte im Auto kaum die Schaltung bedienen, also hat er es sein lassen. Braves Kind! Wir räumen noch fertig auf und verlassen dann pünktlich unser Apartement. Wir steuern als erstes (wie immer) den Skatepark an, essen etwas Kleines und geniessen die letzten Stunden im schönen Ericeira. Dann machen wir uns auf den Weg nach Lissabon. Ich bin nicht gerade gut gelaunt, denn ich habe keine grosse Lust, Portugal schon zu verlassen. Die Fahrt durch Lissabon ist eine Herausvorderung. Das Navi weiss nicht wirklich was es will, es hat hönnen viele Autos und der Verkehr ist müehsam. Endlich bei unserem Hotel angekommen parken wir das Auto in irgendeiner Seitengasse. Wir wollen zuerst mal schauen, wo genau unser Hotel ist. Von Aussen sieht es nicht gerade toll aus, aber von drinnen ist es voll OK. Wir checken ein und gehen in unser Zimmer. Es ist im dritten Stock und es hat sogar einen Lift... also ja, „Lift“ eine kleine Klapperkammer die hoch- und runterfährt, wer weiss wie lange noch. Unser Zimmer ist sehr einfach. Ein Bett, ein kleiner Schrank, ein Badezimmer. Für eine Nacht passt das schon. Wir holen unser Gepäck aus dem Auto und packen zwischen heruntergekommenen Fassaden die letzten Sachen in die Surfbag. Wieder zurück im Hotel muss ich erstmal noch mein Sandwich mampfen, was ich mir im Apartement noch mit den Resten zusammengebastelt habe. Dann gehen wir auch schon los, echli ga Lissabon aaluege. Fragt mich nicht wo wir genau waren, ich habe keine Ahnung! Wir schlendern einfach echli durch die überfüllten Gassen. Julien will unbedingt heisse Marroni kaufen, also kaufen wir heisse Marroni. Er fängt an zu mampfen, bis er auf ein Marroni stösst, was entweder vergammelt, oder zu lang gebraten wurde. Es zerfällt in seinen Fingern und hinterlässt einen schwarzen Film auf seiner Haut. Er sagt ironisch: „was bisch de du vo Bruef? Chemifäger u du?“ ich muss lachen (die Marroni waren übrigens nicht so toll). Wir schlendern weiter und setzen uns dann mal in eine Bar, wo wir’s grad zur Happy Hour preichen. Wir schlürfen unsere Cocktails und machen uns dann auf den Weg, etwas zum Essen zu suchen. In der Hauptgasse hat es viele Restaurants, aber das sind Turifallen und Julien will da nicht essen. Also gehen wir weiter und weiter. Wir kommen an ein Restaurant was sehr edel, aber gut aussieht. Wir setzten uns und bekommen die Karte. Da kann ich genau gar nichts essen (ja i bi heiku!). Meine Laune hat sich nicht verbessert, und geht jetzt noch mehr bergab. Ich trinke nur etwas und Julien isst eine kleine Vorspeise. Dann gehen wir weiter. Aber weit und breit ist kein wirkliches Restaurant zu finden. Nur so Bar‘s und Imbissbuden. Wir laufen planlos dur verlassene Strassen und müssen langsam feststellen, dass wir so nichts finden. Wir gehen also zurück in unser Hotel und machen uns per Tripadvisor schlau. Ich finde ein indisches Restaurant in der Nähe und wir machen uns gleich auf den Weg dorthin. Eine gute Entscheidung. Es ist ein sehr kleines Restaurant, mit etwa 5-7 Tischen, mega freundlicher Bedienung und super Essen! Kann ich also nur empfehlen (es heisst Leo). Als wir satt sind gehen wir zurück ins Hotel. Es ist schon spät und wir müssen früh auf... Also ab in‘s Bett.

Sonntag Morgen, 3:00 der Wecker läutet und wir kämpfen uns mühsam aus dem Bett. Läk isch ds früeh! Wir haben nur 3 Stunden geschlafen. Tasche packen, auschecken und ab zum Auto. Es steht sogar noch da und keiner hat die Scheibe eingeschlagen (ja davor hatte ich wirklich Angst). Wir laden ein und fahren mit Navi los. Also exgüse, aber das Navi ist besch***!! Wir haben keinen blassen Schimmer was die will. Egal, wir fahren mal. Auf dem Weg noch schnell tanken und dann ab zum Flughafen. Wir finden mit etwas Mühe die Autoabgabe und suchen dann das Check-in. Wer schon mal von Lissabon aus mit easyjet geflogen ist der weiss, um zum Terminal zu kommen muss man einen Bus nehmen (so dumm!). Beim Terminal schnell die Surfbag einchecken und dann ab zu den Gates. Julien will unbedingt sein Joghurt mitschmuggeln, aber leider wird es in der Sicherheitskontrolle eliminiert *traurig guck*.

Nun sitzen wir im Flüger zurück in die 2C kalte Schweiz. Jap, ich habe auf gut Berndeutsch gesagt richtig dr Aaschiss!

Ich hoffe, die nächste Reise lässt nicht lange auf sich warten (spätestens im April, denn da fliege ich nähmlich nach Australien für 2 Monate, juhuu)

Wo es mich sonst so hinverschlägt?

Wir werden seh‘n ihr werdet lesen!


(P.s. Mersi fürs mitlesen, macht immer riesen Freude zu wissen, dass jemand meine Reisen begleitet!)

In dieser Gasse steht unser Auto...

Das ist unser Hotel von aussen

Voilà, unser Zimmer

Die Strassen von Lissabon

Noch hurti einen Cocktail schlürfen


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